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Wanderungen

Von Immendingen nach Engen

· 1 Bewertung · Wanderungen · Schwäbische Alb
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Schwarzwaldverein Radolfzell Verifizierter Partner 
  • Immendingen, Oberes Schloss
    / Immendingen, Oberes Schloss
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Immendingen, Unteres Schloss
    / Immendingen, Unteres Schloss
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Brennerhof
    / Brennerhof
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Wehrwaage Immendingen
    / Wehrwaage Immendingen
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • 1. Donauversickerung
    / 1. Donauversickerung
    Foto: Alpstein, Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.
  • 2. Donauversickerung
    / 2. Donauversickerung
    Foto: Alpstein, Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.
  • / Familienausflug im Donaubett
    Foto: Walter Biselli, Schwäbische Alb Tourismusverband e.V.
  • / Höwenegg-Hauptkrater
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Vulkankrater Höwenegg
    Foto: Ernst Retter, Community
  • / Blick über den Höwenegg Krater zum Bodensee
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Infotafel zum Höwenegg-Hauptkrater
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Rastplatz beim Höwenegg-Krater
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Himmelsliege am Höwenegg Krater
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Kapelle der Dachsmühle
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Hegaublick mit Hohenhewen und Hohenstoffeln
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Ruine Neuhewen
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Blick vom Hohenhewen auf Engen
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
450 600 750 900 1050 m km 2 4 6 8 10 12 14 16 18 Immendingen Bahnhof P Donauversinkung Höwenegg Grillplatz Hegaublick Ruine Neuhewen Stetten Zimmerholz

Auf der 3. Etappe des „Schwarzwald - Jura - Bodensee“-Weges wandern wir von Immendingen an der Donau nach Engen im Hegau.

mittel
19,6 km
5:00 h
400 hm
540 hm

Immendingen an der Donau ist bekannt durch die Donauversinkung. Die Quellflüsse Brigach und Breg verschwinden hier an bis zu 150 Tagen im Jahr vollständig im porösen Jurakalk der Schwäbischen Alb und tauchen erst im rund zwölf Kilometer entfernten Aachtopf wieder auf. Ihr Wasser führen sie dann nicht mehr dem Schwarzen Meer, sondern über die Radolfzeller Aach dem Bodensee und über den Hochrhein schließlich der Nordsee zu.

Geografisch liegt Immendingen an der Grenze zum Hegau, dessen Landschaft durch zahlreiche tertiäre Vulkanberge geprägt ist. Der Heimatdichter Ludwig Finckh bezeichnete ihn daher auch als „Des Herrgotts Kegelspiel“. Der nördlichste Hegauvulkan liegt nur ca. 3 km südlich. Es ist der Höwenegg. Sein Gestein (Basalt) wurde noch bis 1979 für den Straßenbau abgebaut und auf Loren nach Immendingen verfrachtet, von wo es durch die Eisenbahn weiter transportiert wurde. Dabei wurden die beiden noch existierenden Burgenreste weitestgehend zerstört. Im ehemaligen Steinbruch bildete sich ein natürlicher See aus, der aber malerisch wie ein Kratersee erscheint. Zahlreiche Fossilienfunde während vieler und immer noch stattfindender Grabungskampagnen machen den Höwenegg zu einem Eldorado für Paläontologen. Nahezu vollständig erhaltene Skelette von Säugetieren (Urpferdchen Hipparion, Antilopen, hornloses Nashorn) konnten bisher geborgen werden. Der höchste Hegauberg ist mit 867 m der Neuhewen.

Am Ende der Etappe folgt das malerische Städtchen Engen, dessen Altstadt zu den sehenswertesten in Deutschland gezählt werden darf.

Autorentipp

Im Sommer lohnt sich ein Abstecher zu den Versinkungsstellen der Donau östlich von Immendingen. Dann können wir trockenen Fusses das Flussbett durchschreiten.

outdooractive.com User
Autor
Walter Biselli
Aktualisierung: 13.04.2019

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Neuhewen , 864 m
Tiefster Punkt
Engen , 516 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Restaurant Hegaublick
Restaurant Hegaustern
Gasthaus Sonne
Gasthaus Kreuz

Sicherheitshinweise

Die Route verläuft auf unkritischen Wegen.

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe mit gutem Profil, evtl. Teleskopstöcke; ausreichende Verpflegung und Getränke für unterwegs

Weitere Infos und Links

Schwarzwaldverein e. V.,
Schlossbergring 15,
79098 Freiburg
Tel. 0761 / 38 05 30
info@schwarzwaldverein.de
www.schwarzwaldverein.de
www.wanderservice-schwarzwald.de

Alle Etappen des Schwarzwald – Jura – Bodensee - Weges:

www.wanderservice-schwarzwald.de/de/tour/1529772


Tourist – Informationen:

Immendingen

Bürgermeisteramt Bürgerservice, Schlossplatz 2
78194 Immendingen
Tel. 0 7462 / 24 - 0
buergerservice@immendingen.de

http://www.immendingen.de

http://www.donaubergland.de/

 

Engen
Tourist-Information Engen, Marktplatz 4
78234 Engen
Tel. 0 7733 / 502-202
SLohr@engen.de

http://www.engen.de/

Start

Bahnhof Immendingen (658 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.936560, 8.729170
UTM
32T 479772 5309284

Ziel

Bahnhof Engen

Wegbeschreibung

Vom Bahnhof Immendingen aus folgen wir der Bahnhofstraße nach Osten und gehen in der Linkskurve geradeaus weiter in die Blumenstraße. Links steht ein schmucker Gutshof, der mit aufwändigen Fassadenmalereien verziert ist: der Brennerhof wurde schon im Jahr 1322 als Besitz des Klosters St. Blasien erstmals urkundlich erwähnt. Heute dient er als Café und Weinstube.

Links ab in die Brunnenstraße und wieder rechts in die Donaustraße, passieren wir den Bahnübergang.

Auf der linken Seite sieht man das „Untere Schloss“. Es wurde 1706 von der Familie von Reischach erbaut, eines der ältesten, reichsadligen Geschlechter Süddeutschlands. Zuletzt diente es als Verwaltungsgebäude der 1990 in Konkurs gegangenen „Immendinger Gießerei und Maschinenfabrik“. Diese war 1835 die erste Maschinenfabrik in Baden.

Rechts folgt die „Wehrwaage Immendingen“ . Im Jahr 2001 wurde der rechte Teil des Donauwehres in eine naturnahe Fischrampe umgebaut. Damit wurde die Wehrwaage für Fische und wirbellose Kleintiere durchwanderbar.

Wir passieren die Donau über eine überdachte Holzbrücke und gehen auf dem „Unterer Ösch“-Weg parallel zu den Bahngleisen weiter zum Standort „An der Donauversinkung“. Hier lohnt sich ein Abstecher zu den Versinkungsstellen der Donau. Der Wanderweg wurde neu gestaltet und ist ab Mai 2014 wieder begehbar.

Rechts hinauf geht es nun zur Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne , noch vor dem Gasthaus Schützenhaus über die Straße und linkerhand auf einem Wiesenweg an der Kaserne vorbei in den Wald hinein. Am Standort „Rehhag“ erreichen wir den Parkplatz „Gundelhof-Höwenegg“ und eine Bushaltestelle.

Von hier aus lohnt eine Unterbrechung des Fernwanderweges, um einen Abstecher zum Naturschutzgebiet Höwenegg zu unternehmen. Dazu überqueren wir die Landstraße, gehen geradeaus zum Gundelhof und nach diesem links auf dem Höwenegg-Rundweg zum Hauptkrater. Eine Informationstafel erläutert   den Vulkan sowie die Fossilienfundstelle. Am Ende des 2,5 km langen Rundweges sind wir wieder beim Standort „Am Höwenegg“ angelangt.

Weiter führt die grüne Raute zur einstigen Daxmühle mit der Kapelle von 1894. Mit dem Blick auf die Hegauberge erreichen wir Mauenheim, ein Ortsteil von Immendingen und erstes Bioenergiedorf Baden-Württembergs. Gleich darauf verlassen wir den Ort wieder nach Westen in Richtung des Rastplatzes „Kleine Reute“. Unterwegs dorthin entschädigt uns die prächtige Aussicht für den befestigten Untergrund: der Blick reicht über die Hegauberge auf den Bodensee und mit etwas Glück zu den Alpen. Beim gleichnamigen Standort biegen wir nach links ab zum kleinen Grillplatz „Im Winkel“ und treten nach der folgenden Linkskurve gleich wieder rechts in den Wald ein, der die Verkehrsgeräusche der näher kommenden Autobahn dämpft. An dieser müssen wir schließlich doch entlang und auf der anderen Seite wieder ein kurzes Stück zurück, bevor der Esplehauweg wieder im Wald bis zum Standort „Absetze“ verläuft.

Hier geht es entlang der an Wochenenden von Bikern frequentierten Straße zum Wanderparkplatz Hegaublick an der Europäischen Wasserscheide von Donau und Rhein. Unterhalb liegt das Restaurant Cafe Hegaublick, das wegen des berühmten Ausblicks beliebter Treffpunkt von Ausflüglern ist. Zum eigentlichen „Hegaublick“ müssen wir die stark befahrene Kreuzung überschreiten und der Straße bis zum gleichnamigen Standort weiter folgen.

Am Fuß des Neuhewen geht es hier rechts auf schönen Waldwegen hinauf zum höchsten der Hegauberge mit der Burgruine. Schon seit Jahren verfällt das ehemalige Stettener Schlösschen. Das Gelände um die Überreste der Burg aus dem 13. Jahrhundert ist durch hohe Zäune und NATO-Stacheldraht abgesperrt. Im stetigen Abstieg nach Engen kommen wir zunächst in dessen Ortsteil Stetten an. Durch das „Stadtholz“ wandern wir weiter nach Zimmerholz und von dort auf asphaltierten Wegen bis zum Etappenziel, dem Bahnhof in Engen.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Der Bahnhof Immendingen liegt an der Strecke der Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz, der Donautalbahn von Donaueschingen nach Ulm und ist Ausgangspunkt der Wutachtalbahn über Blumberg nach Waldshut.

Anfahrt

Auf B311 bis Bahnhofstraße in 78194 Immendingen

Parken

Parkplätze beim Bahnhof Immendingen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Info-Paket „Burgen im Hegau“ - Erlebniswege Hegau, westlicher Bodensee und angrenzende Schweiz; mit. Freizeitkarte 1 : 50 000; ISBN 3-89021-708-7

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte des Schwarzwaldvereins W259 Blumberg, Maßstab 1:25 000, ISBN 978-3-86398-485-4, Ausgabe 2018. Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg


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Bewertungen

3,0
(1)
Ernst Retter
02.06.2018 · Community
An sich ein Wanderweg mit vielen sehenswerten Orten (Donauversinkung, Vulkankrater Höwenegg, Hegaublick, Ruine Burg Neuhewen). Streckenführung aber teilweise nicht so schön an Straßen und sogar an der Autobahn entlang. Verglichen mit der malerischen Zugstrecke von Immendingen nach Engen insgesamt etwas enttäuschend.
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Vulkankrater Höwenegg
Foto: Ernst Retter, Community

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
19,6 km
Dauer
5:00 h
Aufstieg
400 hm
Abstieg
540 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights

Statistik

: h
 km
 Hm
 Hm
Höchster Punkt
 Hm
Tiefster Punkt
 Hm
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