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Wanderungen

Vier Burgen Weg

· 1 Bewertung · Wanderungen · Schwarzwald
Verantwortlich für diesen Inhalt
Schwarzwaldverein e.V. Verifizierter Partner 
  • Mandelberg
    / Mandelberg
    Foto: Gunter Schön, Schwarzwaldverein e.V.
  • Burghügel Vörbach
    / Burghügel Vörbach
    Foto: Willi Bosch, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Ruine Rüdenberg
    Foto: Willi Bosch, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Burghügel Pfalgrafenweiler
    Foto: Willi Bosch, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Wasserhäusle
    Foto: Willi Bosch, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Silberbrünnele
    Foto: Willi Bosch, Schwarzwaldverein e.V.
m 800 700 600 500 14 12 10 8 6 4 2 km ehem. Burg Nördlinger Hütte Ruine Mantelberg Rüdenberg

Attrakive aussichtsreiche  Rundwanderung mit viel Geschichte  

 

leicht
14 km
4:30 h
355 hm
355 hm

Die Gegend um Pfalzgrafenweiler gehört in historischer Hinsicht zu den bedeutendsten des Landkreises Freudenstadt. Auf engstem Raum an der Westseite des Waldachtales und dem Ort Pfalzgrafenweiler sind vier mittelalterliche Burgen nachgewiesen, für deren Errichtung und Funktion es bislang keine hinreichende Erklärung gibt. Der Vier-Burgen-Weg ist eine Einrichtung der Gäste- Information Pfalzgrafenweiler in Zusammenarbeit mit dem Schwarzwaldverein und zählt mit zu den schönsten Rundwanderwegen im Weiler Wald. Er verbindet die Burgruinen Vörbach, Mandelberg, Rüdenberg und die Pfalzgrafenweiler Burg, von der nur noch der Stumpf zu sehen ist, miteinander.

Autorentipp

Sehenwürdigkeiten: 

Ruine Vörbach mit Nördlinger Hütte

Wenige Mauerreste und der Burghügel weisen darauf hin, dass hier die Burg Vörbach stand. Sie gehörte ursprünglich den Pfalzgrafen von Tübingen, später den Grafen von Hohenberg, ab 1360 dem Rheinpfalzgrafen Ruprecht I. und ab 1440 den Grafen Ludwig und Ulrich von Württemberg.  1625 verkaufte Hans von Neuneck die Burg an die Gemeinde Pfalzgrafenweiler.  Im Jahre 1906 erbaute der Schwarzwaldverein Pfalzgrafenweiler auf einem Turmstumpf eine Rast- und Schutzhütte und benannte sie nach seinem Gründungsvorsitzenden Julius Nördlinger. Heute präsentiert sich die Nördlinger Hütte als schmuckes Vereinsheim des Schwarzwaldvereins Pfalzgrafenweiler.

  Ruine Mandelberg

Die Ruine gilt als eines der stattlichsten Kulturdenkmäler des Kreises Freudenstadt. Die erste nachweisliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1287. Hans Müller von Mandelberg verkaufte 1385 das Gebäude an den Grafen Wolf von Eberstein. 1387 kam die Burg in Besitz des Markgrafen Rudolf von Baden. Die letzten Bewohner verließen 1620 die Burg. Die Kernburg wurde 1525 beim Bauernaufstand zerstört. Im Jahre 1970 kaufte die Gemeinde Bösingen die vom Verfall bedrohte Ruine.  Ab 1975 wurden unter Leitung des Denkmalamtes archäologische Untersuchungen durchgeführt. Umfangreiche Sanierungsarbeiten konnten den  Verfall der Ruine verhindern. Der über 30 Meter hohe Turm ist seit der Renovierung 1973/74 über eine Wendeltreppe begehbar.

Das Bösinger Wasserhäusle - ein Industriedenkmal

Die im Jahre 1893 erbaute Bösinger Pumpstation mit Stauwehr und 300 m langem Triebwerkskanal, dem Wasserrad mit 6 Metern Durchmesser und einem doppeltwirkenden Plunger-Pumpwerk mit 5-7 PS wurde von der Maschinenfabrik Esslingen gebaut und ist nach Ansicht von Fachleuten im weiten Umkreis eine einzigartige Anlage und ein wertvolles Industriedenkmal. Bis 1991war das Pumpwerk als Eigenwasserversorgung der Gemeinde Bösingen in Betrieb. Das historische Bauwerk wurde 1999 von einigen engagierten Bösinger Bürgern renoviert und somit der Nachwelt als Denkmal erhalten. 

  Alemannengräber

Die Alemannengräber sind zwei unscheinbare flache Hügel mitten im Wald. Sie stammen vermutlich aus der Zeit der Merowinger 430-751. In der Umgebung wurden weitere dieser alten Gräber entdeckt.

  Ruine Rüdenberg

Vermutlich bestand die Burg aus Turm, Umfassungsmauer und Graben. Auffällig ist die schildmauerartige Verstärkung und Vorkargung der Südwand.  Die Burg wird erstmals 1346 schriftlich erwähnt. Anfang des 15. Jahrhunderts war sie im Besitz Konrads von Börstingen-Weitingen, der sie 1406 an König Ruprecht von der Pfalz verkaufte. 1440 erwarb Württemberg die Landeshoheit, gab die Burg jedoch zu Lehen aus.  Die Burg gelangte 1498 in den Besitz der Neunecker und 1625 mit Verkauf von Neuneck-Vörbach wieder an Württemberg. 

Pfalzgrafenweiler Burg

Der Ort Pfalzgrafenweiler verdankt seine erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1165 der Eroberung und Zerstörung der Pfalzgrafenweiler Burg. Der ursprüngliche Ortsname ist Weiler, später wurde er nach seinen Besitzern, den Pfalzgrafen von Tübingen, in Pfalzgrafenweiler umbenannt. Nur ein Graben mit Wiesenhügel weist noch auf die Pfalzgrafenweiler Burg hin. Pfalzgraf Rudolf II. baute die Burg 1228 wieder auf und schenkte sie an das Bistum Straßburg. Die pfalzgräfliche Tochter Elisabeth brachte um das Jahr 1290 Burg und Dorf in ihre Ehe mit Graf Otto II. von Eberstein ein. Im Jahre 1421 verkauften die Ebersteiner diesen Besitz an die Grafen von Württemberg. 

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Autor
Willi Bosch / Gunter Schön
Aktualisierung: 02.09.2014

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
642 m
Tiefster Punkt
492 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Unbedingt die Wegemarkierung des 4- Burgewegs beachten da der Weg nicht überall im Wegenetz des Schwarzwaldvereins verläuft!

Weitere Infos und Links

Gäste-Information Pfalzgrafenweiler,  Am Marktplatz,  72285 Pfalzgrafenweiler

Telefon 07445/859001 Telefax 07445/859002 , www.pfalzgrafenweiler.de, info@pfalzgrafenweiler.de

Schwarzwaldverein Pfalzgrafenweiler e.V.   www.schwarzwaldverein-pfalzgrafenweiler.de/

Start

Rathaus Pfalzgrafenweiler (629 m)
Koordinaten:
Geographisch
48.525851, 8.564502
UTM
32U 467845 5374840

Ziel

Rathaus Pfalzgrafenweiler

Wegbeschreibung

Am Ausgangspunkt beim Rathaus auf dem Marktplatz befindet sich eine Informationstafel mit Angaben über den Streckenverlauf. Hier überqueren wir die Straße und wandern parallel zur blauen Raute über die Kronenstraße zum Wegweiser  "Killweg" . Wir folgen weiter der blauen Raute, die uns bis zur Nördlinger Hütte begleitet. Auf dem Gehweg wandern wir, an der  "Katholischen Kirche"  vorbei, zum Schlosswaldeck, wo sich ein Kinderspielplatz befindet. Auf dem Schlossweg erreichen wir nach 1/2 Stunde Gehzeit die Burgruine Vörbach mit der schmucken  "Nördlinger Hütte"  des Schwarzwaldvereins Pfalzgrafenweiler (nicht bewirtschaftet). Wir folgen weiter der Markierung und steigen unterhalb der Hütte das „Zick-Zackwegle“ abwärts ins Waldachtal. Beim Wegweiser  "Schlosswiese"  gehen wir nach links über die verdohlte Brücke und schlendern nun am Silberbrünnele vorbei ein Stück durchs stille und romantische Tal. Wir kreuzen zwei Forststräßchen und steigen einen alten Fuhrweg in den Fichtenwald hinauf. Nach 3,8 km und einer Stunde Gehzeit erreichen wir die Burgruine Mantelberg. Wir gehen am Aussichtsturm links vorbei zum Wegweiser  "Mantelberg"  und steigen unterhalb der Ruine auf schmalem Pfad abwärts ins Waldachtal. (Vorsicht bei nassem Wetter). Bei der Wegespinne im Talgrund (Wegweiser  "Bösinger Wasserhäusle" ) treffen wir auf die von links kommende blaue Raute, dieser folgend überqueren wir auf dem Holzsteg die Waldach. Das stillgelegte Bösinger Wasserhäusle erweckt nun unsere Aufmerksamkeit. Das historische Bauwerk wurde im Jahre 1999 von engagierten Bösinger Bürgern vollständig renoviert und bleibt somit der Nachwelt als Industriedenkmal erhalten. Der Weg führt auf dem Talsträßchen nach links bis zum Wegweiser  „Döbele“ , dann rechts aufwärts in die Feldfluren der Gemarkung Neu-Nuifra. Beim Wegweiser  "Kohläcker"  verlassen wir die blaue Raute und gelangen nach 6 km und 2 Stunden Gehzeit nach  "Neu - Nuifra" . Der Rückblick unterwegs zum Turm der Ruine Mantelberg und die schöne Landschaft lassen schnell alle Aufstiegsmühen vergessen. Mit etwa 100 Einwohnern ist das in ländlicher Idylle gelegene Neu - Nuifra, der kleinste Ortsteil von Pfalzgrafenweiler. Im Gasthaus Schwarzwaldblick und Gasthof Adler besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Wir wandern durch das Dorf und überqueren am Ortsende die Vörbacher Strasse. Am Waldrand (Wegweiser  "Missihof" ) gehen wir 40 m nach links und folgen der blauen Raute und dem Kirschbäumlesweg nach rechts. Beim Wegweiser  "Spitalwald"  wandern wir geradeaus und steigen durch den Wald steil aufwärts. Auf der Höhe bei einer Lichtung gehen wir auf einem Grasweg 80 m nach rechts zu den Alemannengräbern (Ausschilderung  "Alemannengräber"  beachten). Zur Lichtung zurückgekehrt, wandern wir geradeaus durch schönen Mischwald und biegen nach 250 m rechts ab auf das schnurgerade Waldsträßchen. Auf diesem gehen wir 1 km abwärts, bis zum Spitalsträßle. Diesem folgen wir nach links, bis wir am Waldrand einen überraschend schönen Ausblick auf das ehemalige Kloster Heiligenbronn mit seiner über 250 Jahre alten Wallfahrtskirche „Zur Schmerzhaften Mutter Gottes“ haben. Der Weg führt nun am Waldrand entlang bis zu den ersten Häusern der Feriensiedlung Waldachtal. Beim Tischtennisplatz folgen wir weiter der Markierung und gehen auf einer Wiese am Waldrand entlang bis zur Fernsehantenne. Bitte gut auf die Markierung achten! Auf dem Waldpfad rechts abwärts gelangen wir am Waldeck zu den ersten Häusern von Oberwaldach mit schönem Blick ins Waldachtal und zum Sanatorium Sonnenhof in Lützenhardt. Hier gehen wir nach rechts auf einem Grasweg am Waldrand entlang zu einem Forstweg, diesen geradeaus weiter und nach 130 m halblinks abwärts ins Waldachtal. Bei der ehemaligen Sägemühle Rüdenberg, heute ein Architekturbüro, überqueren wir die Fahrstrasse und kommen zum Wegweiser "Rüdenberg" . Nach steilem, etwas mühsamem Aufstieg erblicken wir die Mauerreste der ehemaligen Turmburg Rüdenberg. An der Ruine vorbei gehen wir aufwärts und kommen zu einem Wirtschaftsweg, dem wir nach rechts folgen. Auf dem befestigten Forststräßchen wandern wir zum Wegweiser  "Sandebene"  und weiter zur Wegekreuzung "Blöcherweg" . Wo der Wald endet (Wegweiser  "Weiherbach" ) und die Viehweiden beginnen, wandern wir in einer langen S-Kurve (Jubiläumsweg) durch den Talgrund des Weiherbächles. Auf dem geteerten Feldweg gehen wir aufwärts zu den ersten Häusern von Pfalzgrafenweiler und kommen zum Standort der ehemaligen Pfalzgrafenweiler Burg (nur noch ein Grashügel). Wir wandern das Lehnle aufwärts und biegen nach rechts in die Burgstraße ein. Dieser folgen wir abwärts, vorbei an der Sporthalle, zum Ausgangspunkt beim Rathaus auf dem Marktplatz. 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

vgf- Linie 7938 Freudenstadt - Altensteig  www.vgf-info.de

Sa. + So. + Feiertag Freizeitbuslinie F9

Anfahrt

B28 Freudenstadt - Altensteig Hinweis Ortsmitte

Parken

Parkplätze am Rathaus  UTM  32 U 467860 5374846

Parkplatz Schwimmbad  UTM  32 U 467884 5374718

 

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Ausführliches Faltblatt zur Wanderung: Erhältlich in der Gäste-Information im Rathaus.

Kartenempfehlungen des Autors

Karte des Schwarzwaldvereins "Grüne Serie" Oberes Nagoldtal 1.35 000 ISBN 978-3-89021-802-1 erhältlich bei der Gästeinformation im Rathaus Pfalzgrafenweiler sowie im Shop des Schwarzwaldvereins www.schwarzwaldverein/shop „Wanderkarte Weiler Wald“, 1. 25 000, erhältlich in der Gäste-Information im Rathaus Pfalzgrafenweiler.


Fragen & Antworten

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Bewertungen

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Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
14 km
Dauer
4:30h
Aufstieg
355 hm
Abstieg
355 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit aussichtsreich kulturell / historisch geologische Highlights

Statistik

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