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Wanderungen empfohlene Tour Etappe 1

Schwarzwald-Nordrandweg 1: von Mühlacker nach Pforzheim

· 5 Bewertungen · Wanderungen · Schwarzwald
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    Foto: Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg
  • / Der Henry-Arnaud-Brunnen mit Blick auf die Enz.
    Foto: Bruno Kohl, DAV Sektion Pforzheim
  • / Der Brunnen und die Burgruine Löffelstelz im Hintergrund.
    Foto: Bruno Kohl, DAV Sektion Pforzheim
  • / Nachbau einer Chartaque an den Eppinger Linien bei Niefern-Öschelbronn
    Foto: Little Ani, CC BY-SA, Wikimedia Commons
  • / Pforzheim
    Foto: Hugenotten- und Waldenserpfad e.V.
  • / Flusslandschaften in Pforzheim
    Foto: Bruno Kohl, DAV Sektion Pforzheim
  • / Die Goldstadtflotte.
    Foto: Bruno Kohl, DAV Sektion Pforzheim
  • / Die Enzarkaden.
    Foto: Bruno Kohl, DAV Sektion Pforzheim
  • / Der Gasometer mit dem 360° Panorama Rom 312
    Foto: Bruno Kohl, DAV Sektion Pforzheim
  • / Das Schmuckmuseum im Reuchlinhaus.
    Foto: Bruno Kohl, DAV Sektion Pforzheim
  • / Das Eldorado für Wanderer.
    Foto: Bruno Kohl, DAV Sektion Pforzheim
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    Foto: Bruno Kohl, DAV Sektion Pforzheim
  • / Wegweisend und bewegend: der Schwarzwaldverein
    Foto: www.schwarzwaldverein.de/wegweisend
m 400 300 200 25 20 15 10 5 km Bf Pforzheim Landgraben Chartaque Eutingen Kelterplatz
Auf der geschichtsträchtigen ersten Etappe des Nordrandweges wandern wir von der Senderstadt Mühlacker an der Enz in die Goldstadt Pforzheim. Höhepunkte der Tour sind die Ruine Löffelstelz und die „Eppinger Linien“ mit einem nachgebauten Wachturm.
mittel
Strecke 25,1 km
6:30 h
450 hm
400 hm

Die erste Etappe führt an der Ruine Löffelstelz und Dürrmenz vorbei, erreicht auf der Höhe die Eppinger Linie und folgt dieser historischen Verteidigungslinie auf der weiteren Strecke. Über den Gaisberg, Öschelbronn, die Waldschanze mit Chartaque und den Fürstkopf wird Pforzheim-Eutingen erreicht (20 km, Bahnhof). Die Etappe führt am nördlichen Rand von Pforzheim zum Wartberg (23,5 km). Bis zum Hauptbahnhof von Pforzheim sind es 25 km.

Die Burg Löffelstelz in Mühlacker-Dürrmenz wurde Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, verfiel aber schon in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zur Ruine. Als sog. „Hochwarte“ wurde die Dürrmenzer Burg in den 1690-er Jahren Teil der Eppinger Linie. Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden („Türkenlouis“) versuchte sein Land gegen die Einfälle französischer Truppen des „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688–1697) zu schützen. Zwischen Neckargemünd im Norden und Pforzheim-Weißenstein im Süden errichtete er auf einer Länge von 86 km eine befestigte Verteidigungslinie mit Wall und Graben, die aber nie angegriffen wurde. Sie ist nach dem Limes das größte archäologische Denkmal Baden-Württembergs. Wachtürme sicherten die einzelnen Abschnitte. Ein Beobachtungs- und Signalturm befindet sich in Pforzheim auf dem Wartberg. Der 11 m hohe Wartturm wurde schon im 15. Jahrhundert als Teil der damaligen Stadtbefestigung errichtet.

 

Autorentipp

Bei Niefern wurde ein Aussichtsturm der Eppinger Linie rekonstruiert: von der "Chartaque" aus blickt man auf Niefern, Pforzheim und den Enzkreis
Profilbild von W. Biselli
Autor
W. Biselli
Aktualisierung: 13.05.2021
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Rotenberg, 400 m
Tiefster Punkt
Kelterplatz, 218 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Es gibt keine sicherheitsrelevanten Wegabschnitte.

Weitere Infos und Links

Stadtverwaltung Mühlacker
Kelterplatz 7, 75417 Mühlacker
Tel: 0 70 41 / 87 610
stadt@muehlacker.de, www.muehlacker.de

 

Kraichgau-Stromberg Tourismus e.V.
Melanchthonstraße 3, 75015 Bretten
Tel.: 0 72 52 / 96 33-0, Fax: -12
info@kraichgau-stromberg.com, www.kraichgau-stromberg.com

 

Tourist-Information Pforzheim
Schloßberg 15-17
75175 Pforzheim
Tel: 07231 39-3700;  Fax: 07231 39-3707

tourist-info@ws-pforzheim.de, www.pforzheim.de/tourismus.html

 

Burg Löffelstelz

www.verschoenerungsverein-muehlacker.de

www.burgen-web.de/loeffelstelz.pdf

 

Schanzengraben und Chartaque an den Eppinger Linien:

www.niefern-oeschelbronn.de

 

Schwarzwaldverein

Tour im Wanderservice des Schwarzwaldvereins: www.wanderservice-schwarzwald.de/de/tour/3758290

Ortsgruppen:
Pforzheim-Badengruppe: www.schwarzwaldverein-pforzheim-badengruppe.de
Pforzheim-Brötzingen: www.schwarzwaldverein-pforzheim-broetzingen.de
Pforzheim-Dillweißenstein: www.schwarzwaldverein.de/vereine-vor-ort/pforzheim-dillweissenstein
Pforzheim-Eutingen: www.schwarzwaldverein.de/vereine-vor-ort/pforzheim-eutingen
Pforzheim-Hohenwart: www.schwarzwaldverein-hohenwart.de
Pforzheim-Huchenfeld: www.schwarzwaldverein-huchenfeld.de
Pforzheim-Schwabengruppe: www.schwarzwaldverein-schwabengruppe-pforzheim.de

Start

Bahnhof Mühlacker (239 m)
Koordinaten:
DD
48.952504, 8.845242
GMS
48°57'09.0"N 8°50'42.9"E
UTM
32U 488669 5422187
w3w 
///eher.bewahrte.gemeinsamkeit

Ziel

Pforzheim Hauptbahnhof

Wegbeschreibung

Vom Bahnhof Mühlacker (239 m) aus gehen wir leicht abwärts durch die Bahnhofstraße und die Fußgängerzone zum Kelterplatz (225 m), dem eigentlichen Startpunkt des Schwarzwald-Nordrandwegs sowie des Gäurandweges . Hier befindet sich eine Übersichtstafel zur ersten Etappe der beiden Fernwanderwege.

Den Wegweisern der weißen Raute mit einem stilisierten „N“ auf gelben Grund folgend, überqueren wir die B10 (Ampel). Nach einem kurzen Anstieg mit wunderbarem Blick erreichen wir die Burgruine Löffelstelz (280 m).

Nach dem Abstieg über Serpentinen sind wir bei den ersten Häusern von Dürrmenz angelangt und überqueren die Enz (220 m) auf einer Brücke. Direkt am Ufer, mit Blick auf die Burgruine Löffelstelz, steht der Henri-Arnaud-Brunnen. Er gedenkt dem Pfarrer und Waldenserführer, der 1699 rund 1700 Glaubensbrüder nach Dürrmenz führte. An dieser Stelle leisteten sie den Huldigungseid für Herzog Eberhard Ludwig, der sie im Herzogtum Württemberg aufnahm.

Der Wanderweg führt anschließend den Herrenwaag entlang und folgt dabei für 300 m dem Ufer der Enz. Geradeaus kommen wir zum Wullesee (237 m), einem ehemaligen Eisweiher. Hier steht ein Gedenkstein für die – erfolglose – Kohlebohrung 1854-1859 durch König Wilhelm.

Im Aufstieg kommen wir am Waldrand zu einem Rastplatz bei der Plattenwaldhütte (282 m) mit schöner Aussicht. Den Rückblick auf Dürrmenz dominieren die drei Masten des Senders Mühlacker. Durch den Wald gehen wir am „Landgraben" entlang weiter aufwärts zum gleichnamigen Wegweiserstandort am Waldrand (356 m). Hier haben wir die Schanzen der Eppinger Linien erreicht und biegen rechts ab. Auf einer Länge von 3,5 km folgen wir am Waldrand entlang und wieder durch den Wald unmittelbar dem Eppinger-Linien-Graben.

Bis auf 400 m steigen wir zum Rotenberg und danach zum Tannenberg auf. Kurz darauf verlassen wir wieder den Wald und genießen am Gaisberg (382 m) den schönen Ausblick nach Westen. Im Linksbogen führt der Weg um den Berg herum und dann in die Ortsmitte von Öschelbronn (312 m) hinab. Zahlreiche Brunnen schmücken die Kirnbachgemeinde.

Auf dem Hartheimer Weg wandern wir weiter Richtung Kirnbachtal, wiederum durch Wald und folgen nach der Brücke über den Kirnbach diesem nach Norden. Aus dem Wald heraus wenden wir uns nach links an der Gaststätte „Waldschanze" vorbei zur Chartaque, einem rekonstruierten Wachturm von 6 × 6 m Grundfläche. Von der Plattform der 12 m hohen Blockhütte genießen wir die Aussicht.

Anschließend überqueren wir die Autobahn A8, steigen durch den Wald am Nordhang des Fürstkopfes bis auf 368 m ü. NN. hinauf und schließlich wieder ins Enztal Richtung Eutingen hinab. Dabei passieren wir das Eutinger Sträßle zum Wegweiser „Mäurachklinge", wo es rechts ab zum „Kuhställe" geht. Nach 50 Metern entlang der B 10 unterqueren wir diese durch einen Fußgängertunnel und passieren die Brücke über die Enz (239 m) mit dem Blick in Richtung Gartenstadt von Eutingen. Am „Enz-Flußkraftwerk“ vorbei erreichen wir den „Bahnhof Eutingen“. Hier bestehen Bus- und Bahnanschlüsse für die Rückfahrt.

Weiter steigt der Nordrandweg nach Westen an und umgeht dabei die Stadt Pforzheim im Norden. Weithin sichtbar ist bereits der Wartturm auf dem Wartberg (373 m). Nach 400 m kommen wir zum Wasserturm auf der rechten Seite sowie dem Wartberg-Freibad. Er dient der auch als Sendemast.

Die erste Etappe des Schwarzwald-Nordrandweges können wir bei der Bushaltestelle „Wartberg“ unterbrechen und von hier mit dem Stadtbus zum Hauptbahnhof fahren.

Alternativ folgen wir weiter der Markierung geradeaus, am Krankenhaus St. Trudpert vorbei zum Pforzheimer Hauptfriedhof. Er gilt als einer der schönsten und besterhaltensten Jugendstil-Friedhöfe Deutschlands.

Hier knickt der Nordrandweg nach Süden ab zum Wegweiser „Friedhof Ost“, an dem wir den Fernwanderweg verlassen, um „Am Felsenkeller“ vorbei den Hauptbahnhof von Pforzheim zu erreichen.

(Tour des Deutschen Wandertages 2010, Schwarzwaldverein Ortsgruppe Eutingen)

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Hinfahrt zum Bahnhof Mühlacker (Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de)

Die erste Rückfahrtmöglichkeit besteht ab dem Bahnhof Eutingen(Baden) . Am Ende der 1. Etappe in Pforzheim liegt die Bushaltestelle Wartberg. Von hier aus fährt der Stadtbus 6 zum ZOB beim Bahnhof Pforzheim Hbf .

Anfahrt

B 10 nach Mühlacker / Hindenburgstraße

Parken

Zahlreiche Parkplätze in Mühlacker; u.a. Parkhaus 30 Stadtmitte: Mühlehof Tiefgarage (UTM 32U 488360 5421497)

Koordinaten

DD
48.952504, 8.845242
GMS
48°57'09.0"N 8°50'42.9"E
UTM
32U 488669 5422187
w3w 
///eher.bewahrte.gemeinsamkeit
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte des Schwarzwaldvereins 1:35 000 (grüne Reihe): Unteres Nagoldtal, ISBN 978-3-89021-790-1. Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe

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Bewertungen

4,2
(5)
Jürgen H. 
26.04.2021 · Community
Erstes Teilstück ist schön. Ab Eutingen verlies uns die Lust. Es ging dann durch Bebauung und war nicht so schön. Hoher Anteil an Teerwegen und besfestigten Wegen.
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Gemacht am 25.04.2021
C T 
12.03.2021 · Community
Die Beschilderung ist tatsächlich perfekt. Allerdings ist der Asphaltanteil sehr hoch, das hatten wir in diesem Ausmaß nicht erwartet. Sogar in den Waldstücken ging es manchmal über Asphalt. Die Tour war okay, aber wiederholen würden wir sie mit dieser Streckenführung eher nicht. Sehr gut ist die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel.
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Joe Ker
20.04.2017 · Community
Bin die erste Etappe an Karfreitag 2017 gelaufen. Die Tour ist hervorragend ausgeschildert, nur in Eutingen (Ortseintritt bis zum Bahnhof) fehlen ein paar Marker. Die Streckenführung ist gleichfalls super, lediglich der Ortausgang Mühlacker und die Durchquerung Eutingens (jeweils durch Industriegebiete) sind nicht so toll. In Niefern-Öschelbronn wurde der Weg beim Verlassen des Ortes durch eine Baustelle, die umständlich umlaufen werden musste, unterbrochen. Alles in allem eine schöne, abwechslungsreiche Tagestour mit ein paar knackigen Anstiegen (Ruine Löffelstelz, Wartberg).
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Gemacht am 14.04.2017
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Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
25,1 km
Dauer
6:30 h
Aufstieg
450 hm
Abstieg
400 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Von A nach B kulturell / historisch

Statistik

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Karten und Wege
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Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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