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Wanderungen empfohlene Tour

Rund um den Freiburger Schönberg

· 3 Bewertungen · Wanderungen · Freiburg im Breisgau
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Schwarzwaldverein Radolfzell Verifizierter Partner 
  • Wegmarkierung: gelbe Raute + Markgräfler Wiiwegli
    Wegmarkierung: gelbe Raute + Markgräfler Wiiwegli
    Foto: CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
m 600 500 400 300 200 14 12 10 8 6 4 2 km Berghauser Matten Jesuitenschloss Berghauser Kapelle Schloss Ebringen
Neben dem Schauinsland ist der Schönberg das attraktivste Freizeitziel der Freiburger. Herrliche Aussichten, gepaart mit der vielfältigen Vegetation entlang des Panoramaweges von Merzhausen über Ebringen zum Schönberg laden zu einem Ausflug ins Grüne ein.
mittel
Strecke 14,1 km
4:15 h
480 hm
500 hm
514 hm
245 hm

Der Ausgangspunkt Merzhausen (254–538 m ü. NN.) liegt in Sichtweite von Freiburg am nördlichen Rand des Hexentals. Jesuiten, die ab 1620 an der Freiburger Universität lehrten, erbauten am westlichen Ortsende das Jesuitenschloss.

Der 644 Meter hohe Schönberg ist die höchste Erhebung der sogenannten Vorbergzone. Diese bildete sich bei der Absenkung des Oberrheingrabens und hinterließ am Grabenrand fruchtbaren Lößboden. Obst- und Weinbau haben hier also optimale Voraussetzungen.

Die Vielfalt der geologischen Schichten begründete auch die Mannigfaltigkeit der Vegetation am Schönberg. Um sie zu erhalten, wurden zwei Naturschutzgebiete ausgewiesen:

Die „Berghauser Matten” zwischen Ebringen und Wittnau wurden bis 1996 von der französischen Armee als Standortübungsplatz genutzt und konnten sich so weitgehend von Menschenhand unbeeinflusst entfalten.

Nordwestlich davon liegt das Jennetal mit charakteristischen Halbtrockenrasen und Saumbeständen. Berühmt für seinen Orchideenreichtum ist das Kerngebiet, der „Sumser Garten“.

Eingebettet zwischen Reben, Streuobstwiesen und Wald liegt die älteste Weinbaugemeinde des Markgräflerlandes: Ebringen. Zum Ort gehört auch die idyllisch in den Berghauser Matten gelegene Berghauser Kapelle zum hl. Trudpert. Von seiner strategischen Bedeutung im Mittelalter zeugt die ehemalige Schneeburg auf dem westlichen Nebengipfel des Schönbergs. Aus 516 Meter Höhe hat man eine weite Rundumsicht über Ebringen auf den Batzenberg im SW, die Rheinebene sowie die Stadt Freiburg und die Schwarzwaldberge. Unterhalb der Ruine liegt die beliebte Ausflugsgaststätte Schönberghof.

Weitere Details im "Wanderservice Schwarzwald" des Schwarzwaldvereins: https://www.wanderservice-schwarzwald.de\de\tour\2806286

Autorentipp

Der Sumser Garten ist berühmt für ihren Orchideenreichtum. Öffnungszeiten: an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von Ende April bis Anfang Juli, 9 – 16 Uhr
Profilbild von Walter Biselli
Autor
Walter Biselli
Aktualisierung: 16.12.2021
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Berghauser Matten, 514 m
Tiefster Punkt
Freiburg - St. Georgen, 245 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 14,89%Schotterweg 31,59%Naturweg 32,44%Pfad 20,31%Straße 0,21%Unbekannt 0,53%
Asphalt
2,1 km
Schotterweg
4,5 km
Naturweg
4,6 km
Pfad
2,9 km
Straße
0 km
Unbekannt
0,1 km
Höhenprofil anzeigen

Einkehrmöglichkeiten

Gasthaus Schönberghof

Sicherheitshinweise

Es gibt keine sicherheitskritischen Wegabschnitte

Weitere Infos und Links

Tourist Information Freiburg
Rathausplatz 2-4
79098 Freiburg.
Tel. 0761/ 3881-880
Fax 0761/ 3881-14 98
www.freiburg.de
touristik@fwtm.freiburg.de

 

Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Freiburg:
www.schwarzwaldverein-freiburg.de 

 

Einkehrmöglichkeiten:

Restaurant Jesuitenschloss
Schlossweg, 79249 Merzhausen
Tel. 0761 4011810
 

Gasthaus Schönberghof
Unterer Schönberghof 1, 79285 Ebringen
Familie Hall, Tel. 07664 7222

 

 

Start

Bushaltestelle "Gasthaus Grüner Baum, Merzhausen" (269 m)
Koordinaten:
DD
47.966230, 7.828654
GMS
47°57'58.4"N 7°49'43.2"E
UTM
32T 412566 5313210
w3w 
///unser.zahl.heraus
Auf Karte anzeigen

Ziel

Bushaltestelle „Schneeburgstraße, Freiburg im Breisgau“

Wegbeschreibung

Unsere Tour beginnt beim Gasthaus Grüner Baum in Merzhausen. Hier startet auch der historische Bettlerpfad durch das Hexental nach Badenweiler.

Wir folgen jedoch ab dem Wegweiser „Merzhausen/Ziegelgasse“ der gelben Raute des Schwarzwaldvereins nach rechts (Westen) zum Jesuitenschloss. Auf dem Weg dorthin überqueren wir zunächst den Dorfbach und kommen bald am Friedhof vorbei an das Ortsende. Mit dem Blick auf Obstwiesen und Rebhänge wandern wir hinaus zur Schönstattkapelle. Am Ende des Wäldchens haben wir den Park des Jesuitenschlosses erreicht. Es diente zunächst als Herrenhaus und Erholungsort der Professoren. Seit 1985 gehört es der Freiburger Heiliggeistspitalstiftung und wird als Weingut und Ausflugslokal genutzt. Der großartige Blick von hier aus über Freiburg bis weit in den Kaiserstuhl zieht vor allem im Sommer Besucher an. 

Für eine Einkehr im Schlosscafé ist es noch zu früh. Südwärts folgen wir daher dem am Jesuitenschloss beginnenden Panoramaweg über die Wegweiserstandorte „Am Drescheschopf“ und „Gaisberg“ zum Fuß des bewaldeten Schönbergs. Im Rückblick über das Jesuitenschloss haben wir von hier aus eine prächtige Sicht auf Freiburg und sein Münster.

Für ca. 200 m folgen wir einem leicht ansteigenden Waldweg nach links und kommen nach dem Wegweiser „Am Kopfacker“ wieder zu einem Aussichtspunkt. Über das Hexental hinaus genießen wir den freien Blick zum 1200 m hohen Schauinsland im Südosten. Unterwegs informiert der Naturlehrpfad über die vielfältige Flora sowie Geologie, Landschaft und Geschichte rund um den Schönberg. Der Schönberg ist ein Fenster durch 230 Millionen Jahre Erdgeschichte. Durch sein Abkippen zum Rheintal hin können wir von Merzhausen aus die Abfolge des Deckgebirges vom mittleren Buntsandstein über Muschelkalk und Keuper bis zum Unter- und Mitteljura verfolgen. Auf dem Naturlehrpfad Schönberg erfahren wir darüber hinaus noch mehr über Landschaft, Bergbau und Geschichte der Region.

Bis zum Wegweiser „Dürrstein“ verläuft der Wanderweg weiter ansteigend im Wald und dann geradeaus am Waldrand entlang. Unter uns liegt Wittnau, dazwischen das Naturschutzgebiet „Berghauser Matten”. Der Naturlehrpfad verläuft oberhalb davon und hangparallel bis zur Weggabelung „Obere Englematt“.

Wieder öffnet sich das Panorama, diesmal nach Süden zum 1404 m hohen Belchen.

Am Standort „Untere Langhard“ treffen wir auf den Zufahrtsweg zum Gasthaus Schönberghof. Wir halten uns links und gehen weiter zur schon weithin sichtbaren Berghauser Kapelle zum hl. Trudpert.

Im Anschluss an die Besichtigung der Kapelle orientieren wir uns am nächsten Etappenziel „Oberer Kienberg“ nach Westen und gehen nun, immer links von der Straße, in das Winzerdorf Ebringen hinunter. Es wurde 716 in einer Urkunde des Klosters St. Gallen erstmals genannt. Sehenswert sind u.a. die Pfarrkirche „St. Gallus und Otmar“, der „Brunnen der Vier“ vor dem Pfarrhaus und der Rottenmünsterhof (Ecke Dammenweg / Friedhofstraße) .

Mit dem Blick nach Nordwesten gerichtet, können wir den Kaiserstuhl und die Hochvogesen erkennen. Am „Klämmleweg“ queren wir die Fahrstraße und gehen dann geradeaus weiter. Die gelbe Raute führt links um das Ortszentrum herum über den WW „Gasthaus Bären“. Jetzt sind wir auf dem Markgräfler Wiiwegli angekommen. Gemeinsam geht es mit dessen Markierung (gelbe Traube in roter Raute) zum Schloß Ebringen, heute Rathaus. Von hier aus lohnt sich ein Abstecher um die Sehenswürdigkeiten von Ebringen zu erkunden.

Vom Schloss aus erklimmen wir den Sommerberg, die beste Ebringer Weinlage. Auf der Höhe wandern wir dann am WW "Leutersberg" mit der gelben Raute rechts weiter in Richtung Schönberg und können auf dem Weg schon die Ruine der ehem. Schneeburg erkennen. Zu ihr führt der nun langsam ansteigende Waldweg hinauf. Nachdem wir von hier oben die prächtige Aussicht genossen haben, steigen wir ab zur Weggabelung „An der Schneeburgruine“. Links ab erreichen wir über den Standort „Unterer Schönberger Hof“ die Ausflugsgaststätte Schönberghof.

Ab hier geht es nur noch abwärts zum Endpunkt der Wanderung in Freiburg - St. Georgen.

Nach dem Gasthof folgen wir dem Fahrweg in der Linkskurve zum Wegweiser „Mösle“, wo rechts ein Pfad zum am Mösleschacht abwärts führt. „Am Totengedenkstein“ vorbei, trifft der Wanderweg bei den „Caritas-Werkstätten“ auf das Markgräfler Wiiwegli, führt durch die Obere Schneeburgstraße, unter den Bahngleisen hindurch und über den schon bekannten Dorfbach zur Bushaltestelle „Schneeburgstraße“ in Freiburg-St. Georgen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Von Freiburg mit der Straßenbahn Linie 3 zum „Paula-Modersohn-Platz“, weiter mit den Buslinien 12 oder 7208 zur Haltestelle „Gasthaus Grüner Baum, Merzhausen“.

Rückfahrt mit Bus ab Haltestelle „Schneeburgstraße, Freiburg im Breisgau

(Regio-Verkehrsverbund Freiburg: www.rvf.de)

Anfahrt

A81 und B31 bis Talstraße in Freiburg im Breisgau nehmen ; Lorettostraße , Merzhauser Str. und Hexentalstraße bis Am Marktpl. in 79249 Merzhausen

Parken

Parkplätze der Hexentalschule am Wochenende

Koordinaten

DD
47.966230, 7.828654
GMS
47°57'58.4"N 7°49'43.2"E
UTM
32T 412566 5313210
w3w 
///unser.zahl.heraus
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Freiburg. 2. Auflage. Ostfildern, Thorbecke Verlag 2004. ISBN 3-7995-5174-3

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte des Schwarzwaldvereins 1:25 000 (Neue Serie): W257 Schönau im Schwarzwald – Wiesental, Belchen, Feldberg (Feb. 2018), ISBN 978-3-86398-483-0

Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg

www.lgl-bw.de/unser-service/article/Schoenau-im-Schwarzwald-W257

Ausrüstung

Normale Wanderausrüstung, evtl. Teleskopstöcke und Fernglas

Fragen & Antworten

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Bewertungen

4,0
(3)
Profilbild von Tobias Müller
Tobias Müller
02.05.2017 · Community
Gemacht am 29.04.2017
Pete Harley
03.09.2014 · Community
sehr schöne und abwechslungsreiche Tour! Abgesehen von einer Stelle auch gut ausgeschildert - an einer Stelle konnte ich den Weg im Wald leider nicht finden. Ich werde die Tour auf jeden Fall nochmal machen, vielleicht finde ich den Weg dann :)
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Gemacht am 30.08.2014

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
14,1 km
Dauer
4:15 h
Aufstieg
480 hm
Abstieg
500 hm
Höchster Punkt
514 hm
Tiefster Punkt
245 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Von A nach B aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights

Statistik

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Funktionen
Karten und Wege
  • 39 Wegpunkte
  • 39 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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