Teilen
Merken
Drucken
GPX
KML
Tour hierher planen Tour kopieren
Einbetten
Fitness
Wanderungen

Hochrhein Höhenweg 5: Bechtersbohl - Lottstetten

Wanderungen · Regionaler Naturpark Schaffhausen · geschlossen
Verantwortlich für diesen Inhalt
Schwarzwaldverein e.V. Verifizierter Partner 
  • Kirche St. Martin in Bechtersbohl
    / Kirche St. Martin in Bechtersbohl
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Ruine Küssaburg
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Modell und historische Daten der Küssaburg
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Lageplan der Küssaburg
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Bergfried der Küssaburg
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Blick vom Bergfried der Küssaburg in den Klettgau
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Wannenberg
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Blick auf den Hohenstoffeln im Hegau
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Deutsch - Schweizer Wegweiser am Käppeleberg
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Grenzstein Nr. 23 - Großherzogtum Baden
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Grenzstein Nr. 23 - Canton Zürich
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Zürcher Wegweiser
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Kirche von Wil
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Rafzerfeld
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Rafzerstein
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein e.V.
m 700 600 500 400 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km Bechtersbohl Küssaburg

Weite Aussichten zwischen dem Klettgau und dem Rheintal prägen die grenzüberschreitende Höhenwanderung von der Küssaburg über den Kleinen Randen und den Rafzer Berg nach Lottstetten.

geschlossen
mittel
20,7 km
5:30 h
329 hm
340 hm

Die vorletzte Etappe auf dem Hochrhein Höhenweg startet in Bechtersbohl, einem Ortsteil von Küssaberg. Im 15. Jahrhundert beherrschten die Grafen von Sulz die Region. Sitz ihrer Landgrafschaft Klettgau war die Burg Tiengen. Sowohl die katholische Kirche Bechtersbohl als auch die Küssaburg tragen noch heute das Sulz-Brandis'sche Wappen am Eingang. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die bereits im 11. Jh. erbaute Küssaburg durch die österreichische Besatzung vor der Übergabe an die Schweden selbst in Brand gesetzt und danach nicht wieder aufgebaut. Mit der Bildung der Schweizer Eidgenossenschaft schrumpfte das Herrschaftsgebiet der Grafen. Um ihre Schulden abzutragen verkauften sie im Jahr 1651 den südlichsten Teil des alten Klettgaus, das Rafzerfeld an die Stadt Zürich, fünf Jahre später den nordöstlichen Teil ihrer Grafschaft an die Stadt Schaffhausen. Deutsches Reichsgebiet ging so an die Schweiz über.

Der Deutsch - Schweizer Wanderweg ist durchgehend mit der weiß-blauen Raute auf gelbem Grund markiert.

Autorentipp

Am Südhang des Küssaberges gedeihen zahlreiche Orchideenarten auf der Orchideenwiese Küßnach. Bei Föhnwetterlage beeindruckt der Blick auf Jura und Alpen.

outdooractive.com User
Autor
Walter Biselli
Aktualisierung: 21.03.2020

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
676 m
Tiefster Punkt
444 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Gasthof Küssaburg
Restaurant zum Bahnhof

Sicherheitshinweise

Die Route verläuft auf unkritischen Wegen. Weiche Waldwege können durch Forstfahrzeuge matschig sein.

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe mit gutem Profil, ausreichende Verpflegung und Getränke. Es gibt unterwegs keine Verpflegungs- oder Einkehrmöglichkeit! Für die grenzüberschreitende Tour ist ein Personalausweis erforderlich.

Weitere Infos und Links

Touristinformation Küssaberg
Tel.: +49 7741 600145

www.kuessaberg.info

 

Führer durch die Küssaburg:
www.kuessaberg.info/gemeinde/gemeindeleben/geschichte

 

Streifzug durch die ehemalige Landgrafschaft Klettgau:
www.klettgau-historia.de

 

ViaRhenana - die Hochrheinroute von Basel nach Kreuzlingen:
www.wanderservice-schwarzwald.de/de/tour/14652594/

 

Schwarzwaldverein e.V.

www.schwarzwaldverein.de  

www.wanderservice-schwarzwald.de

Start

Bechtersbohl (453 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.604631, 8.347333
UTM
32T 450943 5272564

Ziel

Bahnhof Lottstetten

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt dieser Etappe ist der Wegweiserstandort „Bechtersbohl“ des Schwarzwaldvereins in der Ortsmitte der Gemeinde Küssaberg. Mit dem Blick auf die Kirche St. Martin gehen wir an dieser entlang rechts hoch zum „Allmendweg“ und weiter in Serpentinen zur Küssaburg hinauf, deren Besichtigung sich allein schon wegen der großartigen Rundumsicht lohnt: im Norden zu den Höhenzügen des Schwarzwalds, in den Klettgau bis zum Randen; im Süden zum Rheintal nach Bad Zurzach, bei guter Fernsicht auf den Schweizer Jura und die Alpen. Die Idylle hier oben wird nur durch den Flugverkehr nach Zürich-Kloten getrübt sowie die Emissionen des nahen Atomkraftwerks Leibstadt.

Im Anschluss wandern wir am Gasthof Küssaburg vorbei zu den Standorten „Küssaberg“ und nehmen den linken Weg zwischen dem Bergwald und dem Naturschutzgebiet „Orchideenwiese Küßnach“ in das „Alkheimer Holz“. In diesem „Bohnenviertel“ wurde zwischen 1630 und 1750 Bohnerz abgebaut. Verhüttet wurde das bohnenförmige Roheisenerz in der Eisenschmelze Jestetten.

Beim Sendeturm auf dem Wannenberg (676 m) endet der Waldweg. Die asphaltierte Zufahrtsstraße bringt uns weiter zum Aussichtspunkt „Vieletschen“. Der weite Ausblick nach Norden in den Schwarzwald sowie nach Süden bis zu den Alpen macht diesen Punkt auch für Ornithologen interessant, wie die Informationstafel zum „Zugvogel-Beobachtungspunkt Wannenberg“ erläutert.

Dahinter geht es auf wanderfreundlichen Wegen am Waldrand entlang weiter und linksabbiegend durch Mischwald zum großen Rastplatz "Kalter Wangen" vor dem Bergscheuerhof. Danach umrunden wir den Kalten Wangen, einen Ausläufer des Randen. Seine Ostflanke bietet ein prächtiges Alpenpanorama.

Am Käppeleberg überschreiten wir beim Grenzstein Nr. 23 die grüne Grenze zur Schweiz. Als dieser Stein 1859 gesetzt wurde, grenzten hier das Großherzogtum Baden (GB) und der Canton Zürich (CZ) aneinander. Heute verbinden zwei Wanderwegesysteme die beiden Länder. Auf deutscher Seite waren wir die weißen Schilder mit Entfernungsangaben gewohnt. Jetzt müssen wir uns mit dem Schweizer Markierungssystem vertraut machen. Auf gelben Schildern sind in der gleichen Richtung andere Zwischenziele mit Entfernungszeiten angegeben. Die Schweizer kennen unseren Hochrhein-Höhenweg nicht, erlauben dafür gelbe Zusatzschilder, die mit der Raute des Fernweges die Wanderer sicher durch Schweizer Hoheitsgebiet hindurch lotsen. Einen unbedingt empfehlenswerten Schweizer Hochrhein-Wanderweg gibt es übrigens auch: entlang des südlichen Hochrhein-Ufers verläuft die ViaRhenana, einer der Kulturwege der Schweiz.

Zwei Kilometer weiter können wir bei der offenen Forsthütte einen vorbildlichen Schweizer Grillplatz zur Rast nutzen. Danach ist beim Passieren der Landstraße Vorsicht geboten. Ab dem Flüestig blicken wir über die Reben des Zürcher Weinlandes auf Wil und das sich darunter erstreckende Rafzerfeld. Von der einstigen Kornkammer wandelte es sich zur Kieskammer, in der die frühere Artenvielfalt durch ökologische Ausgleichsmaßnahmen wiederhergestellt werden soll. Glarner und Innerschweizer Alpen sind bei Föhnwetterlage zum Greifen nahe. Dagegen lohnt der Rafzer Hausberg, der Schürlibuck, keinen Abstecher mehr. Den einst regional bedeutenden Aussichtspunkt hat sich die Natur zurück erobert.

Oberhalb der sog. „Chnübrächi“ biegen wir gelenkschonend nach Norden zur Grenze nach Deutschland ab. Diese wird durch den historischen Rafzerstein (1728) mit dem Wappen der Grafen von Sulz markiert. Zwischen 1840 und 1935 lagen die angrenzenden deutschen Gemeinden in einem Zollausschlussgebiet, das durch einen Deutsch – Schweizer Staatsvertrag geregelt war. Grenzgänger benötigten keinen Ausweis.

Ohne Stunden- oder Kilometerangabe legen wir in 30 Minuten die letzten zwei Kilometer bis zum Bahnhof Lottstetten zurück. Vor der Rückfahrt lädt das Restaurant zum Bahnhof zur Schlusseinkehr (Montags Ruhetag).

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Der Ausgangsort Bechtersbohl ist nur unzureichend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Als Alternative zur Bushaltestelle "Bechtersbohl" empfiehlt sich die nördlich außerhalb des Ortes, an der B34 (ab)gelegene Haltestelle "Küssaberg Bechtersbohl Abzw."

Die Rückfahrt erfolgt ab der Bahnstation Lottstetten mit regelmäßig verkehrenden S-Bahnen.

 

Fahrplanauskunft:

Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.de

Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de

Anfahrt

Über die B34 Waldshut – Schaffhausen, Abzweigung Bechtersbohl; weiter über die L162 nach Bechtersbohl

Parken

Parken in Bechtersbohl

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte des Schwarzwaldvereins W266 Waldshut-Tiengen, Maßstab 1:25 000, ISBN 978-3-86398-492-2, Ausgabe 2019. Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg


Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Status
geschlossen
Schwierigkeit
mittel
Strecke
20,7 km
Dauer
5:30h
Aufstieg
329 hm
Abstieg
340 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour Etappentour aussichtsreich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights

Statistik

  • Inhalte
  • Neuer Punkt
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
: h
 km
 Hm
 Hm
Höchster Punkt
 Hm
Tiefster Punkt
 Hm
Höhenprofil anzeigen Höhenprofil verbergen
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.