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Wanderungen

Hoch über'm Münstertal nach Staufen

· 3 Bewertungen · Wanderungen · Schwarzwald
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Schwarzwaldverein e.V. Verifizierter Partner 
  • Blick vom Laisackerweg zum Belchen
    / Blick vom Laisackerweg zum Belchen
    Foto: Stephan Seyl, CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
  • Aussicht auf das Kloster St. Trudpert
    / Aussicht auf das Kloster St. Trudpert
    Foto: Stephan Seyl, CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
  • Ausichtspunkt am Weg
    / Ausichtspunkt am Weg
    Foto: Stephan Seyl, CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
  • Wegweiser Schwärzhalde
    / Wegweiser Schwärzhalde
    Foto: Stephan Seyl, CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
  • Reste der einstigen Rödelsburg
    / Reste der einstigen Rödelsburg
    Foto: Stephan Seyl, CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
  • Bildstock Erinnerung an einen Waldunfall
    / Bildstock Erinnerung an einen Waldunfall
    Foto: Stephan Seyl, CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
  • Wandererlebnis auf herrlichen Pfaden
    / Wandererlebnis auf herrlichen Pfaden
    Foto: Stephan Seyl, CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Aussichtspunkt Etzenbacher Höhe
    Foto: Stephan Seyl, CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Aussicht auf Stadt und Burg Staufen
    Foto: Stephan Seyl, CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Burg Staufen mit Weinberg
    Foto: Stephan Seyl, CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Bachus Denkmal unter der Burg Staufen
    Foto: Stephan Seyl, CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Wegweiser des Schwarzwaldvereins unter der Burg Staufen
    Foto: Stephan Seyl, CC BY-ND, Schwarzwaldverein e.V.
300 450 600 750 900 m km 2 4 6 8 10 12 Stinke Lache Kohlplätzle Roter Berg

Aus dem Münstertal, mit dem beeindruckenden Belchen im Hintergrund, führt uns die Tour schnell hinauf auf den Höhenrücken, der zum Talausgang Richtung Staufen führt.

mittel
13,2 km
4:22 h
482 hm
575 hm

Vom Bahnhof Münstertal folgen wir der gelben Raute in den Laisackerweg. Der einfache Weg läuft zunächst auf der Strecke des geologisch-bergbaugeschichtlichen Lehrpfades. Einige Tafeln weisen auf den  Bergbau hin, der vor allem im späten Mittelalter das Tal geprägt hat. Vom Hammergründle bietet sich dem kulturbeflissenen Wanderer ein Abstecher zum Kloster St. Trudpert an. Wer sich mehr für Waldwege als für Baukunst interessiert, wendet sich gleich bergauf. Auf dem kurzen Serpentinenabschnitt gibt es noch einige schöne Aussichten auf das Kloster, das auf eine Einsiedelei irischer Mönche im 7. Jahrhundert zurück geht. Vor der Säkularisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts war es ein Benediktinerkloster. Heute bewohnt der Orden der Schwestern vom heiligen Josef das Kloster, das unter anderem zwei Gästehäuser anbietet.  

Bergan geht es durch einen schönen Mischwald zum höchsten Punkt der Tour am Wegweiser Stinke Lache. Zum Glück gibt es hier keine olfaktorischen Hinweise auf den Ursprung dieses Namens. Im Folgenden wechseln sich Forstwege und schmale Pfade vorübergehend ab. Unterwegs kann der interessierte Wanderer noch die Reste der Rödelsburg besuchen und den schweistreibenden Aufstieg wagen. Nach dem Abstecher über eine steile Geröllhalde erwartet den Wanderer oben auf der Kupp allenfalls eine Ahnung der einstigen Wehranlage, die offenbar schon im 12. Jahrhundert wieder aufgegeben wurde. Die Aufgabe der Burg könnte der der Schutz des damals in der Gegend betriebenen Bergbaus gewesen sein. Auch wenn es hier auf der Anhöhe nicht wirklich viel zu sehen gibt, erleben wir einen einsamen, magischen Ort mitten im Wald.

Zurück am Hexenboden folgen wir weiter der gelben Raute und gelangen bald wieder auf einen schönen Pfad, der sich an einem Bildstock verzweigt. Dieser Bildstock ist Zeugnis eines tragischen Waldunfalls zum Ende des 19. Jahrhunderts, denn hier kam ein junger Mann beim gefährlichen Holzschlitteln zu Tode. Nach dem kurzen gedanklichen Ausflug in die harte Arbeitswelt der einstigen Waldarbeiter, folgen wir der gelben Raute am Abzweig nach rechts auf den schönsten Abschnitt der Tour über die Etzenbacher Höhe. Der felsige Weg wird anspruchsvoller und bietet einige herrliche Aussichten zum Belchen und später zum Blauen mit seinem charakteristischen Turm sowie auf den Ausgang des Münstertals in die Rheinebene. Zum Teil felsige Pfadabschnitte führen uns über den Aussichtspunkt Altes Schloss, wo ein kleiner Pavillon mit Sitzbank sich denen zur Rast anbietet, die Ihr Picknick noch nicht auf einer der felsigen Aussichtspunkte der Etzenbacher Höhe genossen haben.

Ab hier geht es bergab in Richtung Staufen.  Am Wegweiser Roter Berg gehen wir nicht gleich Richtung Burgruine, sondern gönnen uns noch einen Schlenker auf einem bequemen Waldweg. Nach etwa einem halben Kilometer biegt vom breiten Forstweg ein schmaler Pfad nach links bergab zur Schlossbergklinik ab, wo wir den Stadtrand von Staufen erreichen. Noch ein kurzes Stück ist es von hier zur Burgruine, wo wir die fantastische Aussicht genießen. Die Burg der Herren zu Staufen wurde Mitte des 13. Jahrhunderts zum ersten mal urkundlich erwähnt. Im 30jährigen Krieg wurde die Anlage von schwedischen Truppen besetzt und später niedergebrannt. Ende des 19. Jahrhunderts erwarb die Stadt Staufen die Ruine, die heute ein beliebter Aussichtspunkt ist. Von der Ruine führt unser Weg zum Bahnhof Staufen, den wir aber vorerst auch guten Gewissens rechts liegen lassen können, um in der geschichtsträchtigen Stadt eine gemütliche Runde zu drehen.

 

Autorentipp

 Die Wanderung lässt sich mit einem Rundgang durch die schöne Staufener Altstadt beschließen.

Museum Münstertal : Wasen 47; 79244 Münstertal ; Das Museum für Bergbau-, Forst- und Siedlungsgeschichte des Münstertals im Schwarzwald  E-Mail: heimatinitiative@web.de  Web: www.museum-muenstertal.de 

 Öffnungszeiten: das Museum ist ab Mai jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 13.00 - 17.00 Uhr geöffnet. 

Zusätzlich ab Mai jeden Mittwoch von 10.00 - 12.00 Uhr. 

Sonntage Saison 2017: April/7. und 21. Mai/4.und 18. Juni/2. und 16.Juli/6. und 20. August/3.und 17.September/1. und 15. Oktober 

An den dritten Sonntagen des Monats, spricht das Museumspersonal auch niederländisch.

Gruppen sind jederzeit willkommen. Bitte melden Sie sich unter    bei uns an. 

Eintrittspreise : - Erwachsene: 3 Euro; - Kinder 10 bis 14 Jahre: 2 Euro, - Kinder unter 10 Jahren frei.; - Museumsführungen Preis auf Anfrage.

Besuchsbergwerk Teufelsgrund: Mulden 71, 79244 Münstertal 

Tel.: 07636/1450 ; Fax: 07636/7872725 ; E- Mail besuchsbergwerk-teufelsgrund@gmx.de  Web: www.besucherbergwerk-teufelsgrund.com 

Öffnungszeiten: 1. April bis 29. Oktober Dienstag, Donnerstag, Samstag 10.00 bis 16.00 Uhr

Sonntag und Feiertag  13.00 bis 16.00 Uhr

Juli und August zusätzlich Mittwoch und Freitag 13.00 bis 16.00 Uhr

 Letzter Einlass 16.00 Uhr

Die Eintritspreise für die Besichtigung:

Erwachsene:  5,50 €;  Kinder bis 14 Jahre:   3,00 €  ; Erwachsene mit Gästekarte:  4,50 €; Gruppen ab 20 Personen:  4,50 € pro Person

 

Keramikmuseum Staufen  Zweigmuseum des Badischen Landesmuseums; Wettelbrunner Straße 3; 79219 Staufen ;

 Tel. 0721/ 926-6479 E-Mail : keramikmuseum-staufen@t-online.de  Web:  flawia.figiel@landesmuseum.de 

ÖFFNUNGSZEITEN : Mi - Sa  14 -17 Uhr ; So  12 - 17 Uhr ;  

Winterpause vom 1. Dezember bis 31. Januar 

EINTRITT: Erwachsene  2,50 € ;  Ermäßigt 1,50 € ; Familienkarte 4 €; Kinder bis 14 Jahre frei  

Freier Eintritt mit dem MUSEUMS-PASS-MUSÉESFÜHRUNGEN NACH VEREINBARUNGTel.: 07633 / 6721

Tango- und Bandoneonmuseum  Staufen:   Grunerner Straße 1;  79219 Staufen im Breisgau ; Telefon 07633 - 82761 ; E-Mail : info@staufentango.de   Web : www.staufentango.de/tango-bandoneon-museum/

Ausstellung geöffnet jeden Sonntag 15 - 18 Uhr ; 

 Der Eintrittspreis inklusive einer Führung beträgt EUR 8.- pro Person.

Auch grössere Gruppen sind herzlich willkommen, bitte einfach ein paar Tage vorher anmelden.

 

 

                                          

outdooractive.com User
Autor
Stephan Seyl
Aktualisierung: 13.09.2019

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
723 m
Tiefster Punkt
280 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Im Bereich der Etzenbacher Höhe ist auf den zum Teil schmalen Pfaden Trittsicherheit erforderlich.

Ausrüstung

Festes Schuhwerk und ggf. Wanderstöcke sind empfohlen. Rucksackverpflegung unterwegs.

Weitere Infos und Links

Tourist-Information Münstertal im Münstertäler Rathaus , Wasen 47, D-79244 Münstertal,

Tel.: +49(0)7636/707-30 Fax: +49(0)7636/707-48  E-Mail: touristinfo@muenstertal-staufen.de 

Öffnungszeiten April - Oktober: Mo - Fr: 8.30 - 12.30 Uhr, Mo - Do: 14.00 - 17.30 Uhr, Sa: 9.00 - 13.00 Uhr 

Öffnungszeiten November - März:: Mo - Fr: 8.30 - 12.30 Uhr, Mo - Do: 14.00 - 17.00 Uhr

Web: www.muenstertal.de 

Tourist-Information Staufen im Staufener Rathaus , Hauptstraße 53, D-79219 Staufen,

Tel.: +49(0)7633/805-36, Fax: +49(0)7633/50593, E-Mail: ti-staufen@muenstertal-staufen.de 

Öffnungszeiten April - OktoberMo - Fr: 9.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 17.30 Uhr Sa: 10.00 - 12.00 Uhr 

Öffnungszeiten November - MärzMo, Mi, Fr: 9.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.30 UhrDi und Do: 9.00 - 12.00 Uhr

Web: www.staufen.de 

Schwarzwaldverein Staufen - Bad Krozingen  www.schwarzwaldverein-staufen-badkrozingen.de  

Start

Bahnhof Münstertal (372 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.854450, 7.781742
UTM
32T 408868 5300841

Ziel

Bahnhof Staufen

Wegbeschreibung

Vom Wegweiser Untermünstertal Bahnhof (372 m.ü.NN)  geht es links, mit Blauer Raute, ein Stück der Wasen Strasse entlang und biegt an der Kreuzung links in den Laisackerweg bis zum Wegpunkt Laisackerhof (410 m.ü.NN) , Ab hier gehte es rechts mit gelber Raute weiter zum nächsten Standort Hammergründle (440 m m.ü.NN) (ab hier Abstecher zum Kloster St. Trudpert möglich: Mühlenmatte, Sandmatte, St. Trudpert und zurück zum Hammergründle). Man steigt  nun links den Pfad hinauf zum Wegweiser Schwärzhalde (520 m.ü.NN) und hält sich rechts zum nächsten Standort Rittjockles Altes Haus (560 m.ü.NN).  Links geht es weiter zum höchsten Punkt der Wanderung dem Wegweiser Stinke Lache (695 m.ü.NN) überquert die Kreuzung  weiter zum Standort Kohlplätzle (665 m.ü.NN) und erreicht bald danach den Wegweiser Unter der Rödelsburg (650 m.ü.NN). Am Wegpunkt Hexenboden (680 m.ü.NN) besteht die Möglichkeit zu einem kurzen Abstecher zu den Resten der Rödelsburg. Die Wanderung führt weiter über die Etzenbacher Höhe zum Standort Josefle (604 m.ü.NN) und bergab zum Wegpunkt Herrenwaldloch (580 m.ü.NN) an dieser Gabelung nimmt man den rechten Weg zum Wegweiser Roter Berg (422 m.ü.NN)  biegt rechts ab am Bismarkstein vorbei zum nächsten Wegpunkt Schlossbergklinik (355 m.ü.NN) und haben Staufen erreicht.. Durch die Bötzenstraße nun bis zum nächsten Wegweiser Bötzen (335 m ü. NN)  mit der Markierung des Markgräfler Wiiwegli rote Raute mit gelber Traube. rechts, nun wieder mit gelber Raute  zum Standort Krautäcker (328 m.ü.NN) (ab hier Abstecher kurzer Abstecher zur Burgruine). Wieder zurück folgt man dem Weg am Weinbergentlang zum Wegweiser Alte Post (280 m.ü.NN) und von dort zum Endpunkt der Wanderung Staufen Bahnhof (280 m.ü.NN).

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Bahn : Rheintalbahn Freiburg - Bad Krozingen - Basel ; Bad Krozingen - Staufen - Münstertal

Reiseauskunft:  www.bahn.de   +  www.efa-bw.de 

Bus :  SWEG Busverkehr  www.sweg.de/ 

Anfahrt

A5 Abfahrt 64a Bad Krozingen - L120  Bad Krozingen - L123 Staufen - Münstertal

Parken

Parkplatz Bahnhof Münstertal UTM 32 T 408853 5300888

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Karte des Schwarzwaldvereins "Grüne Serie" Nördliches Markgräflerland M 1:35 000  ISBN 978-3-89021-786-4

Karte des Schwarzwaldvereins W256 Müllheim M 1: 25 000 ISBN 978-3-86398-482-3 + W257 Schönau i. Schw..M 1 : 25 000  ISBN  978-386398-483-0 

erhältlich bei den Touristinfos, Buchhandel sowie der Hauptgeschäftsstelle des Schwarzwaldvereins in Freiburg www.schwarzwaldverein.de  E-Mail verkauf@schwarzwaldverein.de 


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Bewertungen

3,7
(3)
Patrick Sommer
12.05.2019 · Community
Sehr schöne Tour durch die Ausläufer des Schwarzwaldes. Den Vorrednern, dass alles zugewachsen ist, stimmt, aber ist bei einem Höhenweg durch den Wald schon nachvollziehbar.
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Gemacht am 12.05.2019
Schöner Aussichtspunkt auf Münstertal
Foto: Patrick Sommer, Community
Panoramablick
Foto: Patrick Sommer, Community
Stefan Göbel
05.03.2018 · Community
Viele Forstwege, wenige weite Blicke
mehr zeigen
Montag, 5. März 2018 15:28:30
Foto: Stefan Göbel, Community
Montag, 5. März 2018 15:28:40
Foto: Stefan Göbel, Community
Montag, 5. März 2018 15:28:50
Foto: Stefan Göbel, Community
Montag, 5. März 2018 15:29:00
Foto: Stefan Göbel, Community
Andreas Blasche-Hesse
26.06.2017 · Community
Gut zu gehen, bei Hitze schön schattig, leider nur sehr wenige Ausblicke - es wächst halt zu.
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Fotos von anderen

+ 2

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
13,2 km
Dauer
4:22 h
Aufstieg
482 hm
Abstieg
575 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour aussichtsreich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights Geheimtipp

Statistik

: h
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