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Wanderungen empfohlene Tour

Geologische Besonderheiten im Hegau

· 1 Bewertung · Wanderungen · Obere Donau
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Schwarzwaldverein Radolfzell Verifizierter Partner 
  • Steg über den renaturierten Weißenbach
    Steg über den renaturierten Weißenbach
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
m 800 750 700 650 600 16 14 12 10 8 6 4 2 km Höwenegg Donauuferpark Donauversickerung
Abwechslungsreiche Rundwanderung von Immendingen zur Donauversinkung und zum Vulkankrater Höwenegg.
mittel
Strecke 17,7 km
5:00 h
225 hm
225 hm
786 hm
649 hm

Der Rundweg beginnt am Bahnhof Immendingen, führt durch den neugestalteten Donauuferpark zur Immendinger Hauptversinkungsstelle an der Donau, weiter entlang der Donau oder durch ihr trockenes Bett zur zweiten Versinkungsstelle. Die Quellflüsse Brigach und Breg verschwinden hier an bis zu 150 Tagen im Jahr vollständig im porösen Jurakalk der Schwäbischen Alb und tauchen erst im rund zwölf Kilometer entfernten Aachtopf wieder auf. Ihr Wasser führen sie dann nicht mehr dem Schwarzen Meer, sondern über die Radolfzeller Aach dem Bodensee und über den Hochrhein schließlich der Nordsee zu.

An Dolinen im Wald vorbei, führt der Weg zum Vulkankrater Höwenegg. Sein Basaltgestein wurde noch bis 1979 für den Straßenbau abgebaut. Dabei wurden die beiden noch existierenden Burgenreste weitestgehend zerstört. Im ehemaligen Steinbruch bildete sich ein natürlicher See aus, der aber malerisch wie ein Kratersee erscheint.

Weitere Details im "Wanderservice Schwarzwald" des Schwarzwaldvereins: www.wanderservice-schwarzwald.de/r/35529858

Autorentipp

In den trockeneren Monaten von Mai bis Oktober kann die Donau auf einem längeren Abschnitt entlang der Versinkungsstellen trockenen Fusses durchwandert werden
Profilbild von Walter Biselli
Autor
Walter Biselli
Aktualisierung: 16.05.2021
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
786 m
Tiefster Punkt
649 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 7,29%Schotterweg 21,36%Naturweg 45,70%Pfad 25,14%Straße 0,48%
Asphalt
1,3 km
Schotterweg
3,8 km
Naturweg
8,1 km
Pfad
4,4 km
Straße
0,1 km
Höhenprofil anzeigen

Einkehrmöglichkeiten

Nina's Ess-Art
Landgasthof Kreuz Immendingen
Gasthof Hauser

Sicherheitshinweise

Für die Durchschreitung der Donau ist Trittsicherheit erforderlich. Bei Hochwasser der Donau kann die Tour in der beschriebenen Form nicht durchgeführt werden!

Weitere Infos und Links

http://www.donaubergland.de

https://de.wikipedia.org/wiki/Donauversinkung

Start

Bahnhof Immendingen (658 m)
Koordinaten:
DD
47.936496, 8.728787
GMS
47°56'11.4"N 8°43'43.6"E
UTM
32T 479743 5309277
w3w 
///anbieten.anforderungen.vorbei
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Ziel

Bahnhof Immendingen

Wegbeschreibung

Am Bahnhof Immendingen überqueren wir die Gleise auf der Brücke ohne Wegmarkierung zum Gewerbepark, biegen gleich rechts ab und sind nach wenigen Metern im neugestalteten Donauuferpark angekommen. Am Ufer der Donau entlang führt der Weg zur Donaubrücke und rechts entlang zur Immendinger Hauptversinkungsstelle der Donau, anschließend durch die neugestaltete Unterführung. Wo der hölzerne Wegweiser zur Donauversinkung zeigt, ignorieren wir den asphaltierten Zugang und gehen stattdessen links und vor der Holzbrücke weiter der Donau entlang, links hinunter und auf einem schönen Wiesenweg durch die Bruckäcker bis zur Radwegbrücke. Nach dem Wanderparkplatz erreichen wir links das Kiosk Nina's Ess-Art. Hier startet der Premiumwanderweg „Donauversinkung“ mit Erläuterungen zu dem einmaligen geologischen Phänomen. Der Markierung „DonauWellen“ folgen wir dem Pfad entlang der Donau oder steigen auf Stufen in ihr trockengefallenes Bett ab der zweiten Versinkungsstelle im Gewann Brühl hinab.

Nach der Donaufurt steigt der Weg rechts hoch Richtung Doline Michelsloch. Wo die "DonauWellen“ zum ehemaligen Bahnhof Hattingen weisen, gehen wir geradeaus weiter, queren die Kreisstraße zum Parkplatz und nehmen den gegenüberliegenden Waldpfad an der Doline Gefallenes Loch vorbei. Von 1830 bis heute ist die einst 40–50 m tiefe Grube auf nur noch 4 m Tiefe natürlich aufgefüllt worden - bei einem Durchmesser von 15 m. Im Kirchtal geht es premiummäßig weiter nach rechts zum „Abzweig Kirchtal West“ und gleich links auf eine Waldlichtung mit schöner Aussicht vom Rastplatz. Weiter schlängelt sich der Pfad bis zur Doline Michelsloch und zum nächsten Rastplatz im Breitenfeld. In der Nähe lag die Doline „Hattinger Loch“. Sie ist jedoch mit Abfällen zugeschüttet worden. Mitten im Wald lädt eine Holzbank dazu ein, den Hegaublick zu genießen, bevor wir die Landstraße zwischen Immendingen und Engen überqueren. „An der Dachsmühle“ gehen wir nach Norden bis zum „Abzweig Mauenheimer Weg“ mit Grillplatz. Hier biegen wir links ab und wiederum im Wald „Bei der Ruine Höwenegg Süd“.

Gleich stehen wir vor dem Schutzzaun des 85 m tiefen Höweneggkraters mit seiner Basaltwand, in der jedes Jahr Kolkraben und Wanderfalken brüten. Das Areal steht seit 1983 unter Naturschutz. Zahlreiche Fossilienfunde während vieler und immer noch stattfindender Grabungskampagnen machen den Höwenegg zu einem Eldorado für Paläontologen. Nahezu vollständig erhaltene Skelette von Säugetieren (Urpferdchen Hipparion, Antilopen, hornloses Nashorn) konnten bisher geborgen werden. Am Zaun entlang gehen wir links um den Kratersee herum zu einer Himmelsliege auf der Anhöhe und genießen von ihr die Aussicht auf den Kratersee und den entfernten Bodensee. Deutlich ist der Kirchturm von Radolfzell am Untersee zu erkennen. „Am Gundelhof“ setzen wir die Umrundung des Naturschutzgebietes fort. „Bei der Ruine Höwenegg Nord“ endet der kleine Umweg, der den Asphaltanteil des Premiumwegs reduziert und „Am Höwenegg“ wieder die Fahrstraße erreicht. Gegenüber liegen der Wanderparkplatz „Gundelhof-Höwenegg“ und die Bushaltestelle als alternative Ausgangspunkte der Tour.

Vom Wegweiser „Rehhag“ führt der Waldweg parallel zur Straße zum „Pfaffenwinkel“. Gegenüber blicken wir auf den ehemaligen Standortübungsplatz der Immendinger Kaserne – heute Daimler Innovationszentrum. Fernab vom motorisierten Verehr biegen wir rechts ab und gelangen auf verschlungenen Wegen zur Donauhalde mit ersten Ausblicken über die Donau. Beim Wegweiser „An der Donauversinkung“ unterqueren wir die Bahnstrecke zum Parkplatz Donauversinkung. Dort folgen wir dem Schwarzwald-Jura-Bodensee Weg zurück bis zum Bahnhof Immendingen.

Auf dem Weg dorthin bietet sich eine Schluss Einkehr im Landgasthof Kreuz an.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Der Bahnhof Immendingen liegt an der Strecke der Schwarzwaldbahn von Offenburg nach Konstanz, der Donautalbahn von Donaueschingen nach Ulm und ist Ausgangspunkt der Wutachtalbahn über Blumberg nach Waldshut.

 

Fahrplanauskunft:

Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.de

Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de

Anfahrt

Auf B311 bis Bahnhofstraße in 78194 Immendingen

Parken

Parkplätze beim Bahnhof Immendingen

Koordinaten

DD
47.936496, 8.728787
GMS
47°56'11.4"N 8°43'43.6"E
UTM
32T 479743 5309277
w3w 
///anbieten.anforderungen.vorbei
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte des Schwarzwaldvereins 1:25 000 (grüne Serie): Blumberg (W259) – Wutachschlucht, Donaueschingen (Herbst 2018), ISBN 978-3-86398-485-4

Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg.

www.lgl-bw.de/unser-service/article/Blumberg-W259

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe mit gutem Profil, evtl. Teleskopstöcke; ausreichende Verpflegung und Getränke für unterwegs

Fragen & Antworten

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Bewertungen

3,0
(1)
F D
08.08.2021 · Community
Ja, Immendingen. Fühlt sich beim Durchlaufen so an, wie beim Durchfahren (mit der Bahn). Eigentlich schade. Aber irgendwelche Installationen im „Donaupark“ funktionieren nur so lange, wie sie auch gepflegt werden. Mutet kürzer wie eine spanische verwitterte Küsteninstallation zur Förderung des Tourismus an, die irgendwann in ihr Gegenteil umschlägt. Die Tour ist ganz nett, aber hat wenige wirkliche Highlights (Donauversinkung, Höwenegg).
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Gemacht am 08.08.2021

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
17,7 km
Dauer
5:00 h
Aufstieg
225 hm
Abstieg
225 hm
Höchster Punkt
786 hm
Tiefster Punkt
649 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights

Statistik

  • Inhalte
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Funktionen
Karten und Wege
  • 41 Wegpunkte
  • 41 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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