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Wanderungen empfohlene Tour

Drei-Schluchten-Wanderung (anspruchsvolle Variante)

· 4 Bewertungen · Wanderungen · Wutachschlucht
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Schwarzwaldverein Radolfzell Verifizierter Partner 
  • Mühlstein in der Engeschlucht
    / Mühlstein in der Engeschlucht
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Engeschlucht
    / Engeschlucht
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Engeschlucht
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Engeschlucht
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Die Burgmühle
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Gedenktafel in der Gauchachschlucht für Wilhelm Baur
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Gesicherter Felsenweg
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / In der Wutachschlucht
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Bachheimer Steg
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Historischer Rümmelesteg - die Wutach war stärker
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Neuer Rümmelesteg
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Sicherer Aufstieg
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Amselfelsen
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Schurhammerhütte
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Blick von der Felsengalerie zum Kanzelfelsen
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / "Engländerkreuz" zum Gedenken an den tödlichen Absturz eines Jungen im Jahr 1906
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Felsgalerie des Ludwig-Neumann-Wegs
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Tannegger Wasserfall
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Kapelle des ehemaligen Bad Boll
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / ehem. Bad Boll
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Fritz-Hockenjos-Steg
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Tiefblicke auf die Felswände und den Steg über den Felsenweiher zum Tannegger Wasserfall
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Steg über den Felsenweiher zum Tannegger Wasserfall
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Blick vom Kanzelfelsen auf die Wutach am Fuß der Felsengalerie
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Blick vom Kanzelfelsen nach Südosten auf die Wutach
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Kanadiersteg
    Foto: Hochschwarzwald Tourismus GmbH
  • / Wegweisend und bewegend: der Schwarzwaldverein
    Foto: www.schwarzwaldverein.de/wegweisend
m 800 750 700 650 600 550 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km ehem. Bad Boll Kanzelfelsen Schurhammerhütte Burgmühle
Wem die klassische Drei-Schluchten-Wanderung zu kurz ist, kann bei sehr guter Kondition nach der Enge- und Gauchachschlucht einen ausgedehnteren Abschnitt der  Wutachschlucht durchwandern
schwer
Strecke 21,8 km
6:30 h
550 hm
550 hm

Die abwechslungsreiche Rundwanderung im Naturschutzgebiet "Wutachschlucht" kombiniert die tief eingeschnittene Engeschlucht des Tränkebachs mit der schroffen Gauchachschlucht und der teils cañonartigen Wutachschlucht mit senkrechten Felswänden aus Muschelkalk.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts florierte in ihrem Kernbereich der mondäne Kurort Bad Boll. Erste Wanderwege legte ab 1904 der Schwarzwaldverein an. Der Bahnbauingenieur Karl Rümmele konstruierte hochwassersichere Stahlbrücken.

Eine abwechslungsreiche Flora und Fauna machen die Tour entlang des reißenden Wildbachs zum einmaligen Erlebnis. 1939 wurde die Wutachschlucht als eines der ältesten Naturschutzgebiete Baden-Württembergs ausgewiesen.

Bevor sich die Wutach vor ca. 20 000 Jahren ihr heutiges Bett schuf, floss 100 Meter höher die Feldberg-Donau. Im steil abfallenden Nordhang der Wutach führt der wenig begangene Wutachrandweg durch den Großwald zurück nach Bachheim. Mehrmals bieten sich unterwegs atemberaubende Tiefblicke auf den Fluss und die Felswände.

Weitere Details im "Wanderservice Schwarzwald" des Schwarzwaldvereins: www.wanderservice-schwarzwald.de/r/49223601

Autorentipp

Inmitten der Gauchachschlucht lädt die Burgmühle zur Einkehr mit selbstgemachtem Kuchen, einer kleinen Speisekarte, Getränken und Eis in Bio-Qualität
Profilbild von Walter Biselli
Autor
Walter Biselli
Aktualisierung: 31.07.2021
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Wutachrandweg, 738 m
Tiefster Punkt
Wutach, 577 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Burgmühle
Dorfkiosk Bachheim

Sicherheitshinweise

Die Tour ist nur für routinierte und ausdauernde Wanderer geeignet. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Bei Nässe ist sie nicht zu empfehlen.

Der zweite Abschnitt auf dem Wutachrandweg erfolgt auf teils schmalen und abschüssigen steilen Pfaden über dem Steilabhang der Wutach. Die Aussichtpunkte sind nicht gesichert (Absturzgefahr!). Aufgrund des Höhenprofils empfiehlt es sich, die Rundwanderung in der vorgeschlagen Richtung zu unternehmen.

Weitere Infos und Links

www.wutachschlucht.de

Aktuelle Wegeinformationen vom Wutachranger: https://twitter.com/Wutachranger

 

www.schwarzwaldverein.de

 

https://lgrbwissen.lgrb-bw.de/geotourismus/geotope/landschaftsteile-felsen/wutachschlucht

Start

Bachheim, Drei-Schluchten-Halle (722 m)
Koordinaten:
DD
47.855932, 8.408024
GMS
47°51'21.4"N 8°24'28.9"E
UTM
32T 455718 5300457
w3w 
///geteilten.spinat.trug

Ziel

Bachheim, Drei-Schluchten-Halle

Wegbeschreibung

Von der Drei-Schluchten-Halle gehen wir ein kurzes Stück der Kiesstraße entlang Richtung Bachheim und biegen bei der Kreuzung rechts ab zum Burgwald. An der Gabelung "Äußere Ösch" zeigt der Wegweiser bereits die Richtung in die Engeschlucht an. Vor dem Einstieg folgen wir dem Waldrand nach rechts und links hinab über die Brücke des meist trockenen Tränkebachs. Ausbau und Sicherung des nur für erfahrene Wanderer begehbaren Weges liegen in der Regie der Narrenzunft Bachheim. Mit einem historischen Mühlenstein am oberen Ende der Schlucht erinnert sie an deren Erschließung im Jahr 1973. Hoch über dem tief eingeschnittenen Tal verläuft der oft matschige Pfad über Holzbrücken und Stege bis zur Tränkebachmündung in der Gauchachschlucht.

Eine verfallene Lorenbahn am Wanderweg führt direkt zur ehemaligen Burgmühle, die einst zur Neuenburg gehörte. Nach jahrelangem Dornröschenschlaf als Naturfreundehaus blüht die idyllisch gelegende Ausflugsgaststätte unter neuen Pächtern wieder auf. Durch urwaldähnlichen Wald wandern wir an der Gauchach entlang bis zu ihrerr Mündug in die Wutach am Kanadiersteg. Die gedeckte Holzbrücke wurde 1976 von kanadischen Pionieren zusammen mit dem Schwarzwaldverein Bonndorf erbaut.

Bis zum ehem. Bad Boll wandern wir jetzt auf dem Schluchtensteig entlang der Wutach. An einer Austrittstelle der versickerten Wutach vorbei, passieren wir diese über den Bachheimer Steg zur Weggabelung „Inselwirts-Keller“. Sie liegt unterhalb des Bachheimer Wanderparkplatzes. Ihr Name geht auf eine natürliche Kühlkammer zurück, die vor hundert Jahren noch für den Biergarten in der Schlucht genutzt wurde.

Als technisches Denkmal steht noch ein Teil des historischen Rümmelesteges abseits der Wutach. Diese hat die Auflieger der anderen Hälfte weggespült und ihr Bett bis 1995 verlegt. Seitdem gelangen die Wanderer auf dem hochwassersicheren neuen Steg auf die andere Seite und zu mehreren Versickerungsstellen der Wutach. Von einer großen Kiesbank am Amselfelsen können wir mit etwas Glück Wasseramseln und Eisvögel beobachten.

Wenig später lädt ein Grillplatz bei der Schurhammer-Hütte zur Rast ein. Sie wurde 1962 zur Erinnerung an den „Vater des Naturschutzgebietes Wutach-Gauchach Schlucht“ erbaut.

In 40 m Höhe über der Wutach führt der Ludwig-Neumann-Weg entlang der Felsengalerie mit großartigen Aussichten. Vom gegenüberliegenden Kanzelfelsen werden wir auf dem Rückweg zur Felsengalerie hinabschauen. Unter der Leitung seines Präsidenten Ludwig Neumann errichtete der Schwarzwaldverein die Wege durch die bis dahin schwer zugängliche Schlucht und kümmerte sich um die Finanzierung der Brückenbauten. Diese mit Stahlseilen gesicherte Passage im Hauptmuschelkalk ist insbesondere nach Regenfällen schlammig. Unterwegs kommen wir zum Steinkreuz am Engländerfelsen, das an den tödlichen Absturz eines Jungen vor über 100 Jahren erinnert.

Ein beliebtes Fotomotiv ist der Tannegger Wasserfall. Von einer Wand des Oberen Muschelkalks stürzt er 15 Meter tief und bildet dabei bizarre Ablagerungen aus Kalktuff. Über den Felsenweiher gehen wir weiter durch die Engländer-Allee zum ehemaligen Bad Boll. Von diesem einst mondänen Kurort ist nur noch die Kapelle erhalten. Ein Informationspavillon dokumentiert die Historie des Ortes, den wir gleich nach rechts über den Fritz-Hockenjos-Steg verlassen. Der Hauptnaturschutzwart des Schwarzwaldvereins gründete 1953 eine Arbeitsgemeinschaft zur Rettung der Wutachschlucht vor der geplanten Umwandlung in einen Staudamm.

„Am Münzlochweg" biegt der Schluchtensteig nach links ab. Für uns beginnt der Aufstieg mit der blauen Raute als Wegmarkierung durch die Rappenfelsen nach Bachheim. An der Gabelung „Stieräcker“ weist der Wutachrandweg mit der gelben Raute zum Wanderparkplatz Bachheim (7,5 km). Hoch über der Schlucht geht der anfangs noch breite Weg in einen schmalen und stellenweise steilen Pfad über. Vereinzelt ermöglicht der Wald Tiefblicke in die Schlucht. Ein erster schöner Aussichtspunkt gibt den Blick frei zum Steg über den Felsenweiher beim Tannegger Wasserfall.

Wo der Weg links nach Reiselfingen hochführt, gehen wir recht abwärts und erreichen in den Eichstaudenhalden einen zweiten Aussichtspunkt über dem Kreuzfelsen gegenüber der Felsengalerie.

Dann steigt der Weg im Großwald steil an zu den Reiselfinger Kiesgruben. In ihnen sind bis zu 25 m mächtige Schotter des Feldberggletschers aufgeschlossen, die dieser in der Würmeiszeit aus dem Gebiet um Neustadt in Richtung Osten mitgeführt hat. Die Schottertrasse markiert den einstigen Verlauf der Feldberg-Donau. Der Hauptweg führt nach links auf die breite Werksstraße. Rechts ab weist die gelbe Raute auf dem Hirschgrabenweg zum Wanderparkplatz Bachheim (3,0 km). Nach dem Austritt aus dem Wald blicken wir auf Bachheim. Nach rechts führt die Kiesstraße zurück zur Drei-Schluchten-Halle mit Einkehrmöglichkeit im Dorfkiosk. Geradeaus ist der kürzeste Weg zum Bahnhof. 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

  • Mit der Breisgau-S-Bahn zwischen Freiburg und Villingen zum Bahnhof Bachheim; Fußweg von ca. 20 Min. zum Ausgangspunkt an der Drei-Schluchten-Halle
  • Mit der Breisgau-S-Bahn zum Bahnhof Löffingen; weiter mit Wanderbus 7259 bis "Drei-Schluchten-Halle Bachheim" (nur Sa, So und an Feiertagen von April bis Oktober)

Fahrplanauskunft:

Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.de

Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de

Wanderbus Wutachschlucht: www.dbregiobus-bawue.de/regiobusbawue/view/suedbadenbus/angebot/buslinien/wanderbus_wutachschlucht.shtml

Anfahrt

von der B31 Neustadt- Donaueschingen in Unadingen abbiegen, weiter bis Bachheim.

Parken

Wanderparkplatz Bachheim UTM 32T 455760 5300410 nahe der Drei-Schluchten-Halle.

Koordinaten

DD
47.855932, 8.408024
GMS
47°51'21.4"N 8°24'28.9"E
UTM
32T 455718 5300457
w3w 
///geteilten.spinat.trug
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Faltblatt "Naturschutz- und Natura 2000-Gebiet Wutachschlucht“ auf  www.wutachschlucht.de/Info-Service (Übersichtskarte Wutachschlucht)

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte des Schwarzwaldvereins W259 Blumberg, Maßstab 1:25 000, ISBN 978-3-86398-485-4, Ausgabe 2018. Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe mit gutem Profil, Teleskopstöcke, ausreichende Verpflegung und Getränke für unterwegs

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Bewertungen

4,5
(4)
Björn E. 
14.06.2021 · Community
Schöne Tour, aufgrund der feuchten Wetterlage der vergangenen Wochen war es nur sehr matschig und dadurch teils rutschig. Dadurch musste man sich viel auf den Weg konzentrieren und konnte nur bedingt die Landschaft genießen. Das Kartenmaterial sollte man sich zu Hause herunterladen, sodass man an manchen Wegpunkten nach dem richtigen Weg schauen kann. Auch wären häufigere Sitzmöglichkeiten wünschenswert, um auch Pausen einlegen zu können.
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Gemacht am 12.06.2021
Viktoria Steudemann
14.05.2021 · Community
Top Wanderung, nur stimmen die Angaben nicht. Knapp 25km und 6,5 Stunden. Letzter Teil nicht so schöne und sehr unübersichtliche Wege.
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Gemacht am 14.05.2021
Petra Friedrich 
25.10.2020 · Community
Tolle Wanderung, aber weder Entfernung noch Dauer stimmen... Knapp 29 km und 5 Stunden...
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Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
21,8 km
Dauer
6:30 h
Aufstieg
550 hm
Abstieg
550 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights Geheimtipp

Statistik

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Karten und Wege
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