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Wanderungen empfohlene Tour

3-Schluchten-Tour (anspruchsvolle Variante)

· 8 Bewertungen · Wanderungen · Wutachschlucht
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Schwarzwaldverein Radolfzell Verifizierter Partner 
  • Wegmarkierung: gelbe + blaue Raute + Schwarzwälder Geniesserpfad
    Wegmarkierung: gelbe + blaue Raute + Schwarzwälder Geniesserpfad
    Foto: Schwarzwaldverein e.V.
m 800 750 700 650 600 550 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km ehem. Bad Boll Kanzelfelsen Schurhammerhütte Burgmühle
Wem die klassische 3-Schluchten-Tour zu kurz ist, kann bei sehr guter Kondition nach der Enge- und Gauchachschlucht einen ausgedehnteren Abschnitt der  Wutachschlucht durchwandern
schwer
Strecke 21,7 km
6:30 h
550 hm
550 hm
738 hm
577 hm

Die abwechslungsreiche Rundwanderung im Naturschutzgebiet "Wutachschlucht" kombiniert die tief eingeschnittene Engeschlucht des Tränkebachs mit der schroffen Gauchachschlucht und der teils cañonartigen Wutachschlucht mit senkrechten Felswänden aus Muschelkalk.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts florierte in ihrem Kernbereich der mondäne Kurort Bad Boll. Erste Wanderwege legte ab 1904 der Schwarzwaldverein an. Der Bahnbauingenieur Karl Rümmele konstruierte hochwassersichere Stahlbrücken.

Eine abwechslungsreiche Flora und Fauna machen die Tour entlang des reißenden Wildbachs zum einmaligen Erlebnis. 1939 wurde die Wutachschlucht als eines der ältesten Naturschutzgebiete Baden-Württembergs ausgewiesen.

Bevor sich die Wutach vor ca. 20 000 Jahren ihr heutiges Bett schuf, floss 100 Meter höher die Feldberg-Donau. Im steil abfallenden Nordhang der Wutach führt der wenig begangene Wutachrandweg durch den Großwald zurück nach Bachheim. Mehrmals bieten sich unterwegs atemberaubende Tiefblicke auf den Fluss und die Felswände.

Weitere Details im "Wanderservice Schwarzwald" des Schwarzwaldvereins:
https://www.wanderservice-schwarzwald.de\de\tour\49223601

Autorentipp

Inmitten der Gauchachschlucht lädt die Burgmühle zur Einkehr mit selbstgemachtem Kuchen, einer kleinen Speisekarte, Getränken und Eis in Bio-Qualität
Profilbild von Walter Biselli
Autor
Walter Biselli
Aktualisierung: 19.05.2022
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Wutachrandweg, 738 m
Tiefster Punkt
Wutach, 577 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 0,32%Schotterweg 6,87%Naturweg 34,38%Pfad 58,05%Unbekannt 0,35%
Asphalt
0,1 km
Schotterweg
1,5 km
Naturweg
7,5 km
Pfad
12,6 km
Unbekannt
0,1 km
Höhenprofil anzeigen

Einkehrmöglichkeiten

Dorfkiosk Bachheim
Burgmühle

Sicherheitshinweise

Die Tour ist nur für routinierte und ausdauernde Wanderer geeignet, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich. Bei Nässe ist sie nicht zu empfehlen.

Der zweite Abschnitt auf dem Wutachrandweg erfolgt auf teils nicht markierten schmalen und abschüssigen Pfaden über dem Steilabhang der Wutachschlucht. Die Aussichtpunkte sind nicht gesichert (Absturzgefahr!). Aufgrund des Höhenprofils empfiehlt es sich, die Rundwanderung in der vorgeschlagen Richtung zu unternehmen.

Weitere Infos und Links

www.wutachschlucht.de

Aktuelle Wegeinformationen vom Wutachranger: https://twitter.com/Wutachranger

 

www.schwarzwaldverein.de

 

https://lgrbwissen.lgrb-bw.de/geotourismus/geotope/landschaftsteile-felsen/wutachschlucht

Start

Bachheim, Drei-Schluchten-Halle (722 m)
Koordinaten:
DD
47.855932, 8.408024
GMS
47°51'21.4"N 8°24'28.9"E
UTM
32T 455718 5300457
w3w 
///geteilten.spinat.trug
Auf Karte anzeigen

Ziel

Bachheim, Drei-Schluchten-Halle

Wegbeschreibung

Von der Drei-Schluchten-Halle gehen wir südlich in Richtung Wanderparkplatz und folgen der Markierung "3-Schluchten-Tour" zur Engeschlucht des meist trockenen Tränkebachs. Ausbau und Sicherung des nur für erfahrene Wanderer begehbaren Weges liegen in der Regie der Narrenzunft Bachheim. Mit einem historischen Mühlenstein am oberen Ende der Schlucht erinnert sie an deren Erschließung im Jahr 1973. Hoch über dem tief eingeschnittenen Tal verläuft der oft matschige Pfad über Holzbrücken und Stege bis zur Tränkebachmündung in der Gauchachschlucht.

Eine verfallene Lorenbahn am Wanderweg führt direkt zur ehemaligen Burgmühle, die einst zur Neuenburg gehörte. Nach jahrelangem Dornröschenschlaf als Naturfreundehaus blüht die idyllisch gelegende Ausflugsgaststätte unter neuen Eigentümern wieder auf. Durch urwaldähnlichen Wald wandern wir an der Gauchach entlang bis zu ihrerr Mündug in die Wutach am Kanadiersteg. Die gedeckte Holzbrücke wurde 1976 von kanadischen Pionieren zusammen mit dem Schwarzwaldverein Bonndorf erbaut.

Bis zum ehem. Bad Boll wandern wir jetzt auf dem Schluchtensteig entlang der Wutach. An einer Austrittstelle der versickerten Wutach vorbei, passieren wir diese über den Bachheimer Steg zur Weggabelung „Inselwirts-Keller“. Sie liegt unterhalb des Bachheimer Wanderparkplatzes. Ihr Name geht auf eine natürliche Kühlkammer zurück, die vor hundert Jahren noch für den Biergarten in der Schlucht genutzt wurde.

Als technisches Denkmal steht noch ein Teil des historischen Rümmelesteges abseits der Wutach. Diese hat die Auflieger der anderen Hälfte weggespült und ihr Bett bis 1995 verlegt. Seitdem gelangen die Wanderer auf dem hochwassersicheren neuen Steg auf die andere Seite und zu mehreren Versickerungsstellen der Wutach. Von einer großen Kiesbank am Amselfelsen können wir mit etwas Glück Wasseramseln und Eisvögel beobachten.

Wenig später lädt ein Grillplatz bei der Schurhammer-Hütte zur Rast ein. Sie wurde 1962 zur Erinnerung an den „Vater des Naturschutzgebietes Wutach-Gauchach Schlucht“ erbaut.

In 40 m Höhe über der Wutach führt der Ludwig-Neumann-Weg entlang der Felsengalerie mit großartigen Aussichten. Vom gegenüberliegenden Kanzelfelsen werden wir auf dem Rückweg zur Felsengalerie hinabschauen. Unter der Leitung seines Präsidenten Ludwig Neumann errichtete der Schwarzwaldverein die Wege durch die bis dahin schwer zugängliche Schlucht und kümmerte sich um die Finanzierung der Brückenbauten. Diese mit Stahlseilen gesicherte Passage im Hauptmuschelkalk ist insbesondere nach Regenfällen schlammig. Unterwegs kommen wir zum Steinkreuz am Engländerfelsen, das an den tödlichen Absturz eines Jungen vor über 100 Jahren erinnert.

Ein beliebtes Fotomotiv ist der Tannegger Wasserfall. Von einer Wand des Oberen Muschelkalks stürzt er 15 Meter tief und bildet dabei bizarre Ablagerungen aus Kalktuff. Über den Felsenweiher gehen wir weiter durch die Engländer-Allee zum ehemaligen Bad Boll. Von diesem einst mondänen Kurort ist nur noch die Kapelle erhalten. Ein Informationspavillon dokumentiert die Historie des Ortes, den wir gleich nach rechts über den Fritz-Hockenjos-Steg verlassen. Der Hauptnaturschutzwart des Schwarzwaldvereins gründete 1953 eine Arbeitsgemeinschaft zur Rettung der Wutachschlucht vor der geplanten Umwandlung in einen Staudamm.

„Am Münzlochweg" biegt der Schluchtensteig nach links ab. Für uns beginnt der Aufstieg mit der blauen Raute als Wegmarkierung durch die Rappenfelsen nach Bachheim. An der Gabelung „Stieräcker“ weist der nur unzureichend mit der der gelben Raute markierte Wutachrandweg zum Wanderparkplatz Bachheim (7,5 km). Hoch über der Schlucht geht der anfangs noch breite Weg in einen schmalen und stellenweise steilen Pfad über. Vereinzelt ermöglicht der Wald Tiefblicke in die Schlucht. Ein erster schöner Aussichtspunkt gibt den Blick frei zum Steg über den Felsenweiher beim Tannegger Wasserfall.

Wo der Weg links nach Reiselfingen hochführt, gehen wir recht abwärts und erreichen in den Eichstaudenhalden einen zweiten Aussichtspunkt über dem Kreuzfelsen gegenüber der Felsengalerie.

Dann steigt der Weg im Großwald steil an zu den Reiselfinger Kiesgruben. In ihnen sind bis zu 25 m mächtige Schotter des Feldberggletschers aufgeschlossen, die dieser in der Würmeiszeit aus dem Gebiet um Neustadt in Richtung Osten mitgeführt hat. Die Schottertrasse markiert den einstigen Verlauf der Feldberg-Donau. Der Hauptweg führt nach links auf die breite Werksstraße. Rechts ab weist die gelbe Raute auf dem Hirschgrabenweg zum Wanderparkplatz Bachheim (3,0 km). Nach dem Austritt aus dem Wald blicken wir auf Bachheim. Nach rechts führt die Kiesstraße zurück zur Drei-Schluchten-Halle mit Einkehrmöglichkeit im Dorfkiosk. Geradeaus ist der kürzeste Weg zum Bahnhof. 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

  • Mit der Breisgau-S-Bahn zwischen Freiburg und Villingen zum Bahnhof Bachheim; Fußweg von ca. 20 Min. zum Ausgangspunkt an der Drei-Schluchten-Halle
  • Mit der Breisgau-S-Bahn zum Bahnhof Löffingen; weiter mit Wanderbus 7259 bis "Drei-Schluchten-Halle Bachheim" (nur Sa, So und an Feiertagen von April bis Oktober)

Fahrplanauskunft:

Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.de

Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de

Wanderbus Wutachschlucht: www.dbregiobus-bawue.de/regiobusbawue/view/suedbadenbus/angebot/buslinien/wanderbus_wutachschlucht.shtml

Anfahrt

von der B31 Neustadt- Donaueschingen in Unadingen abbiegen, weiter bis Bachheim.

Parken

Wanderparkplatz Bachheim UTM 32T 455760 5300410 nahe der Drei-Schluchten-Halle.

Koordinaten

DD
47.855932, 8.408024
GMS
47°51'21.4"N 8°24'28.9"E
UTM
32T 455718 5300457
w3w 
///geteilten.spinat.trug
Auf Karte anzeigen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Faltblatt "Naturschutz- und Natura 2000-Gebiet Wutachschlucht“ auf  www.wutachschlucht.de/Info-Service (Übersichtskarte Wutachschlucht)

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte des Schwarzwaldvereins W259 Blumberg, Maßstab 1:25 000, ISBN 978-3-86398-485-4, Ausgabe 2018. Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg

Ausrüstung

Feste Wanderschuhe mit gutem Profil, Teleskopstöcke, ausreichende Verpflegung und Getränke für unterwegs. Nach Möglichkeit: GPS-Track für den Wutachrandweg

Fragen & Antworten

Frage von Julia Elsner · 19.04.2022 · Community
Hallo ;-) Ist diese Tour den mit Hund geeignet? Dankeschön :)
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Antwort von D S · 19.04.2022 · Community
Hallo, ja, dass ist gar kein Problem. Anspruchsvoll aus dem Grund, da die Strecke 22km beträgt, der Rest ist easy und sehr schön! Viel Spass :)

Bewertungen

4,2
(8)
Thomas Vetter
06.08.2022 · Community
Bis zum Wutachrandweg ist die Tour sehr schön ausgesucht mit vielen Highlights. Auf der zweiten Hälfte der Schlucht hat man dann recht viel Gegenverkehr auf den engen Wegen. Den Wutachrandweg würde ich im Moment nicht empfehlen. Er ist teils völlig verwachsen und kaum noch als Weg zu erkennen. Auch die Markierung ist sehr spärlich vorhanden und da ist wirklich kaum jemand unterwegs.
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Gemacht am 26.07.2022
Martin Czech 
23.07.2022 · Community
Sehr schöne Tour. Der Abstieg durch die Engeschlucht war heute ziemlich rutschig, man musste wirklich sehr aufpassen. In der Gauchachschlucht bin ich noch ein Stückchen flussaufwärts bis zu dem kleinen Wasserfall gewandert, dann zurück zur Wutachschlucht. Bis Bad Boll war heute einiges los, aber überlaufen war es nicht. Beim Aufstieg war ich dann wieder alleine. Der Rückweg über den Wutachrandweg ist momentan nicht empfehlenswert. Der Weg ist wohl wenig begangen und wird auch nicht gewartet, teilweise steht das Gras über ca. 2 km gut einen Meter hoch, ein Weg ließ sich nur erahnen. Am Kieswerk muss man kurz über das Betriebsgelände (50 m), danach geht’s über Forstwege und die Kiesstraße zur Drei Schluchten Halle, wo da Dorfkiosk Bachheim mit gekühlten Getränken oder Kaffee und Kuchen und Eis auf den durstigen Wanderer wartet.
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Gemacht am 23.07.2022
Uw Uw
28.11.2021 · Community
Bei frühwinterlichen Bedingungen an einem Samstag weitestgehend alleine unterwegs gewesen. Die Wege sind leider zum Teil in extrem schlechten Zustand, festes Schuhwerk ist Pflicht. Die Runde lässt leider den schönsten Teil der Gauchachschlucht aus, nach der Wutachschlucht ziehen sich die letzten Kilometer über teils durch Holzbewirtschaftung ziemlich zerstörte Wege. Möglichkeiten zur Rast, insbesondere bei schlechtem Wetter sind sehr überschaubar, Wasserquellen ebenfalls. Ansonsten ist das eine Runde, die man guten Gewissens gehen kann.
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Gemacht am 27.11.2021
Alle Bewertungen anzeigen

Fotos von anderen

+ 3

Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
21,7 km
Dauer
6:30 h
Aufstieg
550 hm
Abstieg
550 hm
Höchster Punkt
738 hm
Tiefster Punkt
577 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights Geheimtipp

Statistik

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Funktionen
Karten und Wege
  • 41 Wegpunkte
  • 41 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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