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Themenwege

Eiszeitpark Engen

· 2 Bewertungen · Themenwege · Hegau
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Schwarzwaldverein Radolfzell Verifizierter Partner 
  • Die "Venus vom Petersfels"
    / Die "Venus vom Petersfels"
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Themenwege im Brudertal
    / Themenwege im Brudertal
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Eiszeitjäger im Brudertal
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Aussicht auf dem Weg zum Petersfels
    Foto: Werner Walczak, Community
  • / Blick vom Aussichtspunkt Weinhalden auf den Petersfelsen
    Foto: Walter Biselli, CC BY-SA, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Eiszeitleben am Petersfels
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Eiszeitpark
    Foto: Werner Walczak, Community
  • / Eiszeitleben am Petersfels
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Speisekammer Moor
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Die Gnirshöhle
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Steinzeit erleben am Petersfels bei Engen
    Video: Hegau-Report
m 900 800 700 600 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 km Erlebnispfad "Urgeschichte" Eiszeitpark Engen Gnirshöhle

Der Petersfels zählt zu den bedeutendsten steinzeitlichen Fundstätten in Europa. 2003 wurde der Eiszeitpark angelegt, um seine Besucher über das Leben der Rentierjäger vor ca. 15 500 - 13 500 Jahren zu informieren.

leicht
3,1 km
1:00 h
75 hm
75 hm

Im Osten von Engen erstreckt sich ein weites Trockental: das Brudertal ist in der letzten Eiszeit vor ca. 22 000 Jahren entstanden. Durch dieses auf beiden Seiten von Kalkfelsen begrenzte Tal zogen damals regelmäßig im Herbst große Rentierherden auf ihrm Weg in die nördlicheren Winterquartiere. An den Engstellen beim heutigen Petersfels und der Gnirshöhle wurden sie bereits von eiszeitlichen Jägern erwartet.

Bei der systematischen Untersuchung des Brudertals stieß der pensionierte Oberpostrat Eduard Peters 1927 auf zwei Höhlen: die Gnirshöhle und die später nach ihm selbst benannte Höhle im Petersfels. Umfangreiche Grabungen in dieser ließen schnell die Schlußfolgerung zu, daß im Brudertal ein reges steinzeitliches Leben stattgefunden haben muß. Neben Werkzeugen und 1,5 Tonnen Tierknochen förderte Peters auch künstlerische Werke zutage, wie die berühmte "Venus vom Petersfels": die stilisierte Frauenfigur aus Gagat ist nur 3 cm groß!

Der Park ist das ganze Jahr über frei und kostenlos zugänglich. Die nahegelegene Gnirshöhle kann nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Autorentipp

Vor der Exkursion empfiehlt sich der Besuch des Städtischen Museums Engen. Es zeigt Fundstücke vom Petersfels und erläutert die Ausgrabungen.

outdooractive.com User
Autor
Walter Biselli
Aktualisierung: 02.05.2020

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
555 m
Tiefster Punkt
523 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Die Wege im Brudertal sind gut begehbar

Weitere Infos und Links

www.engen.de/petersfels/index.html

360°-Rundgang: www.engen360.de

 

Dies ist keine offizielle Tourenbeschreibung des Wegebetreibers, vielmehr der rein private Wandervorschlag des Autors. Für die Aktualität der Informationen kann daher keine Gewähr übernommen werden. 

Tour im Wanderservice des Schwarzwaldvereins: www.wanderservice-schwarzwald.de/de/tour/1493230

Start

Wanderparkplatz an der Brudertalbrücke (536 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.857691, 8.794969
UTM
32T 484663 5300503

Ziel

Wanderparkplatz an der Brudertalbrücke

Wegbeschreibung

Vom P&R-Parkplatz aus führt der Wanderweg unterhalb der Brudertalbrücke und gleich nach links zum Wanderparkplatz. Eine Informationstafel am Beginn des 3,5 km langen Rundweges weist auf die geologische Entstehung des Brudertals hin. Weitere Informationen begleiten den ausgeschilderten Erlebnispfad "Urgeschichte".

Nach ca. 1 km thront eine überdimensionale Nachbildung der "Venus vom Petersfels" auf einem Felsen beim Pavillon des Eiszeitparks. Text- und Bildinformationen erläutern das Leben der Eiszeitbewohner und ihre Verbindung zur Pflanzenwelt des Brudertals: "Speisekammer Moor“, "Vitamine der Eiszeit“, "Aspirin, Alleskleber“, "Arznei und Werkstoffe der Eiszeitjäger", etc. Die Arbeit der Archäologen dokumentieren weitere Tafeln: "Entdeckung des Petersfels und erste Ausgrabungen“, "Neue Grabungen im Brudertal“.

Neben dem Kesslerloch im Schweizerischen Thayingen wurde damit der Petersfels zum bedeutendsten Fundort des Magdalénien. Wissenschaftliche Grabungen in den 1970er-Jahren verfeinerten das Bild der Archäologen vom Leben der Steinzeitjäger. Den Archäologen der Universität Tübingen folgten Archäobotaniker aus Tübingen und Hohenheim: der Wald über dem Petersfels wurde gerodet. An seiner Stelle und in einem künstlich angelegten Moor vor dem Petersfels wurde die Vegetation der späteiszeitlichen Landschaft (Steppentundra) rekonstruiert.

Mit dem Eiszeitpark Engen wurde so die "späteiszeitliche Landschaft zum Erleben" geschaffen.

Alle zwei Jahre finden an einem Wochenende im September die Petersfelstage statt. Dann demonstrieren experimentelle Archäologen und professionelle Animateure den Alltag und Überlebensstrategien der eiszeitlichen Vorfahren und laden zum Mitmachen ein.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Der Bahnhof Engen ist Haltepunkt der Schwarzwaldbahn Offenburg - Konstanz und des Regionalexpresses Stuttgart - Singen sowie Endstation der Regionalbahn "Seehas" aus Konstanz. Vom Bahnhof Engen aus liegt der Eiszeitpark ca. 2,5 km östlich. Als Alternative zum Fußweg fährt man mit dem Bus 7366 Richtung Stockach bis zur Haltestelle "Grub McDonalds" und überquert dort die Straße zum P&R-Parkplatz an der Brudertalbrücke.

Anfahrt

Autobahn A 81 Stuttgart - Singen, Ausfahrt Engen (Nr. 39), auf der B 31 in Richtung Engen, nach ca. 500 m rechts auf den P+R-Parkplatz an der Brudertalbrücke

Parken

P+R-Parkplatz an der Brudertalbrücke nahe der Autobahnausfahrt Engen. Vom P&R-Parkplatz weist ein Schild nach rechts unter die Brudertalbrücke hindurch.zum Wanderparkplatz im Brudertal

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Albrecht, Gerd / Hahn, Andrea: Rentierjäger im Brudertal. Die jungpaläolithischen Fundstellen um den Petersfels und das Städtische Museum Engen im Hegau. Führer zu arch. Denkm. in Baden-Württ. 15, Theiss Verlag Stuttgart 1991. ISBN: 3-8062-1002-0

Kartenempfehlungen des Autors

Wanderkarte des Schwarzwaldvereins 1:35 000 (grüne Serie): WHE Hegau (2017), ISBN 978-3-86398-419-9. Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg.

Ausrüstung

Leichte Wanderausrüstung

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 Diese Vorschläge wurden automatisch erstellt.

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Bewertungen

5,0
(2)
Werner Walczak
26.03.2017 · Community
Eine kleine Tour mit interessanten Einblicken in das Leben und die Geschichte unserer Vorfahren! :-) Auch landschaftlich sehr schön.
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Aussicht auf dem Weg zum Petersfels
Foto: Werner Walczak, Community
Petersfels
Foto: Werner Walczak, Community
Eiszeitpark
Foto: Werner Walczak, Community

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
3,1 km
Dauer
1:00h
Aufstieg
75 hm
Abstieg
75 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour kulturell / historisch familienfreundlich geologische Highlights botanische Highlights Geheimtipp

Statistik

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