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Rheinmarken Trail von Basel über Chalampé bis Hüningen

Radfahren
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Schwarzwaldverein e.V. Verifizierter Partner 
  • Rheinmarken-Stein (Original von 1818) am Uferweg in Hüningen
    / Rheinmarken-Stein (Original von 1818) am Uferweg in Hüningen
    Foto: Otto Imgrund, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Tafel an der Mauer des ehemaligen Betriebsgeländes von SES-Sterling
    Foto: Otto Imgrund, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Rheinmarke Nr. 12 (02/2020) - Badisches Wappen
    Foto: Otto Imgrund, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Rheinmarke Nr. 14, 13 (03/2020) - Rheinseite
    Foto: Otto Imgrund, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Rheinmarke Nr. V (02/2020) - Museum "Maison du Patrimoine" Kembs
    Foto: Otto Imgrund, Schwarzwaldverein e.V.
  • / Rheinmarke Nr. 18 L
    Foto: Otto Imgrund, Schwarzwaldverein e.V.
m 300 250 200 70 60 50 40 30 20 10 km Myriameterstein Nr. 2 (II) - Niffer Kirche Kirche Rheinmarke Nr. … Steinenstadt Kirche Kirche St. Michael Kirche Rheinmarke Nr. … Kleinkems Kirche Kirche Kirche Kirche Kirche

Diese Velo-Tour führt vorbei an den Standorten von ehemaligen Rheinmarken Steinen. Einige sind noch vorhanden, andere versetzt oder verschwunden.
Sie sind hervorragende Kleindenkmale der bewegten Geschichte des Rheins und seiner beidseitigen Bewohner.
An den Punkten auf der Tour sind detaillierte Informationen zu den Steinen und dem System hinter den Grenzsteinen und Rheinmarken zu finden.

mittel
Strecke 74 km
5:30 h
121 hm
129 hm

Epoche der NOBLAT-Grenze: (RM IIIII, RM V - links)

Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte das Land beiderseits des Oberrheines zum Deutschen Reich. Der Frieden zu Münster (Westfälischer Friede), der am 24.10.1648 den Dreißigjährigen Krieg beendete, bestimmte erstmals den Talweg (tiefster Flusslauf) des Oberrheines als Hoheitsgrenze zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich.
Im Frieden von Wien (18.11.1738) wurden erstmals die Hoheitsgrenze und Eigentums- bzw. Gemarkungsgrenzen gesondert festgelegt.
Allerdings erst 1755 begann die Festlegung der „NOBLAT'schen Grenze". Der Talweg des Rheines bildete die Hoheitsgrenze. (2)

Epoche der GUILLIMINOT-Grenze: (RM 7, RM 9 K, RM 14,13)

Die Nobalt'sche Grenze behielt bis zum Jahre 1801 (Frieden von Luneville) rechtliche Gültigkeit. Das Noblat'sche Grenzpolygon, das bis dahin in festvermarkten Grenzpunkten und transversalen Sicherungen klare Besitzverhältnisse geschaffen hatte, wurde aufgehoben. Der Talweg des Rheines bildete die Hoheits- und Besitzgrenze. Die beiden Friedensverträge von Paris bildeten die rechtliche Grundlage für die Rheingrenzberichtigung, die von 1817 bis 1840 dauerte. Schon nach dem ersten Friedensvertrag hatten die Alliierten den österreichischen General Vaquant und die Franzosen Graf Armand Charles Guilliminot zu Grenzkommissären ernannt.
Das Großherzogtum Baden ernannte schon nach dem Ersten Pariser Frieden Karl Christian Freiherr von Berckheim und Johann Gottfried TULLA als Kommissäre. Hauptmann Scheffel (Vater des Joseph Victor von Scheffel) war technischer Leiter der badischen Ingenieure.
Die beiden Hauptaufgaben der Rheingrenzberichtigungskommission waren die Festlegung der Staats- bzw. Hoheitsgrenze am Oberrhein und die Neuordnung der Banngrenzen (Gemarkungsgrenze).
Bei der ersten Zusammenkunft der Rheingrenzberichtigungskommission, die im Juni 1817 in Basel stattfand, wurde als erster Grundsatz die Rheintaltriangulierung beschlossen. Auf Drängen Tulla's kam diese Übereinkunft zustande. (2)
Tulla starb allzufrüh schon im Jahre 1828. Aber die seit 1821 gesetzten bzw. geplanten Rheinbanngrenzsteine werden heute „Tulla-Steine“ genannt. Diese konnten aber vor der Korrektion zu einem beträchtlichen Teil gar nicht gesetzt werden, da ihr vermessener Standort mitten im tiefen Wasser lag. Der Rest stand meist im Gelände, das vom Hochwasser bedroht war und konnte im ungünstigsten Falle weggespült werden.
Um diesen Unsicherheitsfaktor zu beseitigen, wurden deshalb zur Sicherung der Vermessungspunkte, „Rheinmarken“ (Rückmarksteine) gesetzt Diese Rheinmarken hatten dasselbe Format wie die Tulla-Steine.
Bei der Wiederbestimmung der alten Gemeindegrenzen beschränkte man sich auf drei- und mehrbännige Punkte, d. h. auf solche, in denen mehrere Gemeindegrenzen zusammenlaufen. Diese wiederum waren meistens rückversichert mittels sogenannter Rheinmarken, die von Noblat stammten.
Vom Jahre 1820 an wurden die neuen Grenzpunkte abgesteckt, vermarkt und trigonometrisch aufgenommen. Die Zahl der Linien der Eigentumsgrenze von 1280 auf 120 verminderte.
Die Arbeiten dauerten bis zum Jahre 1833. (3)

Epoche Nach der Tulla‘schen-Rheinbegradigung:

Die seit 1817 im Bau befindliche und 1876 bei Istein vollendete Rhein-Korrektur nach dem Plane Tullas erforderte erneut eine Berichtigung der Grenzen: Von nun an trat die Mittellinie des neu- und festgebetteten Stromes als Staatsgrenze an die Stelle jener alten Grenze, die der wechselhafte Talweg des Hauptrheinarmes gebildet hatte. (1)

Autorentipp

Das Museum 'Maison du Patrimoine' in Kembs ist absolut einen Besuch wert.

Es ist nur mittwochs von 14 bis 18 Uhr und am ersten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Profilbild von Otto Imgrund
Autor
Otto Imgrund
Aktualisierung: 18.09.2021
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
252 m
Tiefster Punkt
206 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Diese Tour führt teilweise über Autostrassen und Ackerwege und Wiesenwege. Bitte Vorsichtig fahren.

Weitere Infos und Links

Tourismus-Zentrale Weil am Rhein, Schillerstraße 2, 79576 Weil am Rhein,

Tel. +49 7621 / 4223640, E-Mail: tourismus@w-wt.de

Internet: http://www.w-wt.de - Bürozeiten: Montag - Freitag: 09.30 - 12.30 Uhr

Schwarzwaldverein Weil am Rhein http://www.swv-weil-am-rhein.de/

Weitere Infos und Quellen:

1) Grenzen am Rhein zwischen Basel und dem Isteiner Klotz im Wandel. 1648-1918 - Das Markgräflerland 1973-01-02 
     Von Friz Schülin

2)  Die Geodätische Festlegung der Grenzen am Oberrhein (1750-1850) - Dissertation von Dipl.-Ing. Alois KLEIN, Durmersheim. 1976

3)  Überrheinische Gemeindewälder zwischen Freistett und Greffern nach dem Rheingrenzvertrag von 1840
     von Ludwig Uibel in Die Ortenau 1989

4) 200 Jahre badisch-französische Rheingrenzvermessung
    von Manfred Laubel und Wolf-Dieter Simmank
    in: Heimatbuch 2018 Landkreis Rastatt – ISBN 978-3-95505-083-2 (verlag regionalkultur)

Start

Dreiländerbrücke in Weil am Rhein / Friedlingen oder wo immer gewünscht (248 m)
Koordinaten:
DD
47.591234, 7.591829
GMS
47°35'28.4"N 7°35'30.6"E
UTM
32T 394130 5271829
w3w 
///bauweise.volk.jedoch

Ziel

Dreiländerbrücke in Weil am Rhein / Friedlingen oder wo immer gewünscht

Wegbeschreibung

Start in Weil am Rhein / Friedlingen und Immer den Rheinmarken auf deutscher Seite entlang. (Wer will, kan auch in der Gegenrichtung starten)
Wir kommen über Märkt, Kirchen, Istein, Kleinkems, Rheinweiler, Bad Bellingen, Steinenstadt und Neuenburg.

Bei Neuenburg wird der Rhein rüber nach Ottmarsheim gequert.

Nun geht es wieder zurück nach Hüningen über Hombourg, Petit-Landau, Niffer, Kembs, Rosenau, Village-Neuf und Hüningen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Dies ist eine Velo-Tour, also Anreise mit dem Velo.

Man kann auch mit der Bahn oder dem Auto das Velo zu einem gewählten Startpunkt bringen.

Koordinaten

DD
47.591234, 7.591829
GMS
47°35'28.4"N 7°35'30.6"E
UTM
32T 394130 5271829
w3w 
///bauweise.volk.jedoch
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

1)  Grenzen am Rhein zwischen Basel und dem Isteiner Klotz im Wandel 1648-1918 - Das Markgräflerland 1973-01-02  von Friz Schülin

2)  Die Geodätische Festlegung der Grenzen am Oberrhein (1750-1850) - Dissertation von Dipl.-Ing. Alois KLEIN, Durmersheim. 1976

3)  Überrheinische Gemeindewälder zwischen Freistett und Greffern nach dem Rheingrenzvertrag von 1840
      von Ludwig Uibel in Die Ortenau 1989

4) 200 Jahre badisch-französische Rheingrenzvermessung
     von Manfred Laubel und Wolf-Dieter Simmank
     in: Heimatbuch 2018 Landkreis Rastatt – ISBN 978-3-95505-083-2 (verlag regionalkultur)

Kartenempfehlungen des Autors

Alte Karten von der Rheingränzberichtigung sind beim Generallandesarchiv Karlsruhe zu finden.

Ausrüstung

Keine spezielle Ausrüstung ist erforderlich.

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
74 km
Dauer
5:30 h
Aufstieg
121 hm
Abstieg
129 hm
Rundtour Etappentour kulturell / historisch

Statistik

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Dauer : h
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