Blick vom Friedrichsturm auf Freudenstadt

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Ostweg Etappe 5: Freudenstadt - Alpirsbach

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10.05.2022 · Community
Ausgehend vom Marktplatz Freudenstadt, führt der Ostweg vorbei am Kurhaus mit Kurpark durch die Innenstadt, ehe es, weiteren Parkanlagen folgend am Hartranft-Gedenkstein vorbei auf die Höhe über der Stadt geht, wo man nebst dem Herzog-Friedrich-Turm, der einen Blick zurück auf Stadt und Land bietet auch einen kleineren Rosengarten zur Erbauung geboten bekommt. Der Turm scheint dabei unabhängig der Witterung meist offen zu sein, auch beim an jenem Tag nahenden Sturm, der Zustand der oberen Türen die auf- und zuschlagen könnte entsprechend besser sein, der Turm selbst ist dennoch schön. Anschließend geht es hinein in einen dichten Nadelwald auf breiteren Splittwegen. Angenehm zu laufen bei einer Schwarzwaldflora, die nicht mehr dem Klischee entsprechen könnte. Kleinere Hütten werden passiert, auch liest man die Beschilderung "Großvatertanne" auf dem Weg. Zu dieser kann auch später ein kleiner Abstecher gemacht werden. Zu sehen ist diese nicht mehr, da 2019 gefällt, ein paar Infos und eine Baumscheibe mit markierten Jahresringen sind dennoch die paar Schritte wert. Kurz darauf biegt der Ostweg in die andere Richtung gen Loßburg. An manchen Stellen wird der Wald etwas lichter, der Boden im Wald entlang des Weeges moosiger. Nächste Wegemarke ist bereits der Waldausgang, nach welchem man kurz den Straßen von Loßburg folgt, ehe es zum über dem Ort thronenden Vogteiturm geht, auf dem neben einem tollen Ausblick auch ein scharf pfeifender Wind den hoffentlich schwindelfreien Wanderer erwartet. Die Wiesen auf denen dieser noch steht verlässt man alsbald wieder und kehrt zurück in den Wald. Am Turm, am Waldrand als auch kurz danach im Wald bei einer größeren Hütte mit Grillplatz sind Sitzgelegenheiten für eine Pause vorhanden. Durch weiterhin dichten Wald geht es alsbald voran nach Ödenwald. Der hier einst Gäste beherbergende Adrionshof war im Oktober eingerüstet für eine Komplettsanierung, gegenüber gibt es ein kleines Ortszentrum mit Blumen, Brunnen, Bank und Tischtennisplatte, das die Siedlung dennoch pittoresk wirken lässt. Zum ortsausgang hin kommt man auch noch am sich außer Betrieb befindlichen Mühlrad Ödenwalds vorbei, an dem ein kleiner Bach sich gen Kinzigtal stürzt. Normalerweise folgt nach einem Aufstieg zur Straße eine weitere Waldtour nach Schömberg, an diesem Oktobertag waren jedoch Waldarbeiten dort im Gange. Die gemachte Ausweichroute, die nur jenen zu empfehlen ist, welche Höhenunterschiede nicht scheuen ging entlang des zuvor erwähnten Bächleins wildromantisch ins Tal herunter entlang von Felsbrocken und umgestürzten (auf dem Weg liegenden) Baumstämmen und anschließend wieder in Serpentinen hinauf nach Schömberg. Hier hat man denn auch wieder etwas freie Flächen, vor allem aber ein weiteres anschauliches Dorf. Entlang einer markenten Baumreihe verlässt man dieses mit den letzten weiten Blicken der Etappe. Der Rest der Etappe verläuft innerwäldisch. Teils auf breiteren Wanderwegen, teils auf Naturpfaden gelangt man erst zur Judenwaldhütte und dann tieferhinein in den Wald, dessen Wegen man die hier intensiv betriebene Forstwirtschaft auch ansieht. Insgesamt recht einsam geht es hier nach Alpirsbach, wobei der Boden von zu Beginn eher feucht im letzten Teil eher trocken wird. Erstsehr spät beginnt dann der Abstieg zu dessen Beginn man nochmal eine Rasthütte passiert. An ein zwei Stellen beitet sich auf dem Pfad nach unten ein eindrucksvoller Blick auf Alpirsbach mit seiner Klosteranlage, in das man nach etwas Zeit von oben hinuntersteigen darf und zum Kloster mit Klostergarten gelangt. Geht man hier früh los, hat man auch noch eine Chance eine Klosterführung mitzunehmen, sonst muss man sich mit dem Anblick von außen begnügen. Insgesamt gut zu wandernde Etappe (insbesondere ohne Waldarbeiten) für Fans des dichten Waldes. Zwar wirkt die Tour etwas ereignisarm, was aber leicht auszugleichen ist mit den zwei möglichen Turmbesteigungen und einer Klosterführung. Wer einfach mal nur einen Tag gemütlich wandern will kann hier nichts falsch machen, wer es kürzer haben will, lässt die Variante über Loßburg weg.
Gemacht am 20.10.2021
Foto: Matthias Gräser, Community
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